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Die Sparkasse Ulm zieht ihre Mitarbeiter aus 27 Filialen im Alb-Donau-Kreis und in Ulm ab. Kunden vor Ort werden ab April 2020 in einem Bus beraten. Dieser hält an 17 Haltestellen.

Ein roter Kleinbus mit der Aufschrift Sparkasse  (Foto: SWR, Frank Wiesner)
Der Sparkassen-Bus soll künftig im Alb-Donau-Kreis unterwegs sein und die Beratung in 27 Geschäftsstellen ersetzen. Frank Wiesner

Die Sparkasse Ulm stellte das neue Konzept unter dem Motto "Neuausrichtung" am Freitag in Ulm vor. Es handele sich um eine "Umwandlung" von Filialen, hieß es dazu, von einer Schließung war nicht die Rede. Man wolle in allen Gemeinden überall präsent bleiben. Die Geschäftsstellen in den 27 betroffenen Orten werden zu "Selbstbedienungseinheiten" umgewandelt, sprich: Man kann dort nur noch Geld am Automaten abheben. Berater wird es ab April nächsten Jahres in den Filialen zu den gewohnten Geschäftszeiten nicht mehr geben.

Sparkassen-Bus hält an 17 Haltestellen

Die Beratung findet stattdessen künftig in einem roten Bus statt, der übers Land fährt und für einige Stunden vor Ort ist. Allerdings nicht an jedem betroffenen Standort: Geplant sind 17 Haltepunkte, die vor allem den ländlichen Raum abdecken sollen. In der neuen "Mobilen Geschäftsstelle" gibt es einen Geldautomaten, einen Beratungsraum und einen Bankschalter. Und: statt einem stehen meist zwei Mitarbeiter zur Verfügung.

Sparkasse plant keinen Personalabbau

Die geplante Neuausrichtung sei kein Programm zur Kostensenkung, sondern ein "Effizienzprogramm". Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Ulm, Stefan Bill, betonte am Freitag ausdrücklich, es sei kein Personalabbau geplant.

"Wir brauchen da jeden Kopf"

Wolfgang Hach, Vize-Chef der Sparkasse Ulm

Begründet wurde die geplante Umstrukturierung vor allem damit, dass viele Filialen auf dem Land kaum frequentiert würden. 50 Geschäftsvorgänge pro Woche seien die Regel, ältere Kunden kämen allenfalls einmal im Monat in die Bank. Zum anderen finde man für die kleinen Filialen kaum noch Personal.

Sparkasse Ulm folgt Beispiel anderer Banken

Mit der Umstrukturierung ihrer Filialen im ländlichen Raum folgt die Sparkasse Ulm dem Beispiel anderer regionaler Geldinstitute. Insgesamt will die Sparkasse Ulm in den nächsten fünf Jahren rund 20 Millionen Euro in mehr als 20 verschiedene Standorte investieren.

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