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Der Heidenheimer Schlossberg liegt nur 74 Meter über der Stadt, doch der Marsch bergauf ist stramm. Deshalb träumt der Heidenheimer Oberbürgermeister Bernhard Ilg (CDU) erneut von einer Seilbahn.

Erste Überlegungen einer Seilbahn zwischen der Heidenheimer Innenstadt und dem Schlossberg, wo sich unter anderem Fußballstadion, Krankenhaus und Kongresszentrum befinden, gab es schon Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Interview verrät der Oberbürgermeister, was er an der Idee so reizvoll findet.

SWR: Warum kochen Sie jetzt wieder diese alte Idee auf?

Bernhard Ilg: Anfangs war ich immer dagegen, denn nur um sagen zu können, die Heidenheimer haben eine Gondelbahn, das lehne ich ab. Es muss einen Sinn machen. Aber in den letzten Jahren ist viel passiert. Die Pläne des Landkreises, rund um das Klinikum ein größeres Wohngebiet auszuweisen, haben die Verwaltung und mich zum Nachdenken gebracht. Und wir sehen, wer sich alles auf den Schlossberg begibt, wenn Fußball ist. Das hat uns dazu bewogen, die Idee nochmals neu zu betrachten.

Erste Überlegungen einer Seilbahn zwischen der Heidenheimer Innenstadt und dem Schlossberg gab es schon Anfang des 20. Jahrhunderts (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Gregor Fischer/dpa)
Erste Überlegungen einer Seilbahn zwischen der Heidenheimer Innenstadt und dem Schlossberg gab es schon Anfang des 20. Jahrhunderts. (Sujetbild) picture alliance/Gregor Fischer/dpa

Bei Veranstaltungen auf dem Schlossberg oder Fußballspielen würde sich die Seilbahn ja vielleicht lohnen. Aber im Alltag?

Das ist eine berechtigte Frage. Wenn man durch so eine Aufstiegshilfe nicht jeden Tag Verkehr und CO2 einsparen und Autofahrten unnötig machen kann, dann wäre es nicht statthaft, ein solches Thema anzugehen.

Wie sieht der Fahrplan aus?

Jetzt gilt es, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Das kann relativ schnell gehen. Dann müsste man warten, bis man in das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungskonzept aufgenommen ist. Im positiven Fall sieht man in drei bis fünf Jahren recht viel.

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