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In Ellwangen wird seit Montag ein neuer so genannter Schwerepunkt eingerichtet: Dort wird gemessen, wie schnell ein Gegenstand zur Erde fällt. Diese Geschwindigkeit ist nicht an allen Stellen in Deutschland gleich.

Im Kreisberufsschulzentrum in Ellwangen (Ostalbkreis) steht ein Absolutgravimeter: eine große Röhre auf drei Beinen. In der Röhre befindet sich ein Gegenstand in einem Vakuum, ein so genannter Fallkörper. Dieser Gegenstand wird immer wieder fallen gelassen. Gemessen wird die Zeit, die der Fallkörper dafür braucht: Die Schwere- oder, besser bekannt, die Fallbeschleunigung.

Die ist nämlich nicht an allen Stellen der Erde gleich, sondern abhängig von Ort, Zeit und Höhe des Messpunktes, sagt Alexander Lothhammer vom Bundesamt für Kartografie und Geodäsie.

Labore und auch die Bundeswehr arbeiten mit den Informationen 

Die Unterschiede der Fallbeschleunigung seien minimal, aber wichtig für zum Beispiel Labore, die mit sehr präsizen Waagen arbeiten. Auch die Bundeswehr greife auf die Informationen des so genannten Schweregrundnetzes zurück, so Alexander Lothhammer.

Vier Messpunkte in Baden-Württemberg

Ein Netz ist es deswegen, weil die Messung in Deutschland an 35 Stellen vorgenommen wird. In Baden-Württemberg sind es vier Stellen: Neben Ellwangen gibt es die Punkte in Karlsruhe, Freiburg und Wangen.

Umzug von Aalen nach Ellwangen

Dass der Schwerepunkt nun in Ellwangen bestimmt wird, das liegt daran, dass am bisherigen Ort in Aalen neu gebaut wird. Daher hat man sich auf die Suche nach einer neuen Stelle gemacht, an der möglichst wenig Einflüsse von draußen die Messungen beeinflussen.

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