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Kampf dem Klimakiller aus der Zementherstellung: Dafür wird eine Pilotanlage in Heidenheim-Mergelstetten gebaut. Dort soll das CO2 aus der Zementherstellung zu Flugbenzin werden.

Gebäude, Firmengelände der Schwenk Zement KG in Heidenheim-Mergelstetten (Foto: Pressestelle, SCHWENK Zement KG)
Bei Schwenk-Zement in Heidenheim-Mergelstetten soll aus den Abgasen synthetisches Kerosin gewonnen werden. Pressestelle SCHWENK Zement KG

Das Land Baden-Württemberg will mit der Zementindustrie und dem Flughafen Stuttgart die Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen aus den CO2-Emmissionen von Zementwerken erproben. Dafür soll bei Schwenk Zement in Heidenheim-Mergelstetten eine Pilotanlage gebaut werden. Ministerpräsident Kretschmann und Branchenvertreter haben jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Aus Zement-Abgasen wird synthetisches Kerosin

Bei der Herstellung von Zement fallen große Mengen des klimaschädlichen CO2 an. Neue Techniken ermöglichen es, Zement-Abgase mit erneuerbarem Strom und Wasserstoff zu erneuerbaren Kraftstoffen zu verarbeiten, wie synthetisches Kerosin.

"Wegweisende Innovation"

Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Ministerpräsident Kretschmann sprach bei der Vorstellung des Projekts von einer wegweisenden Innovation. Vier europäische Zementhersteller haben sich dafür zusammengeschlossen, auf dem Gelände des Schwenk-Zementwerks im Heidenheimer Stadtteil Mergelstetten soll 2022 eine Pilotanlage gebaut werden und 2023 in Betrieb gehen.

Synthetisches Kerosin für den Flughafen Stuttgart

Die Kosten werden auf rund 100 Millionen Euro beziffert, Fördermittel vom Land gibt es laut Verkehrsministerium nicht. Die Zementindustrie verspricht sich davon geringere CO2-Abgaben. Das synthetische Kerosin soll ab 2025 am Flughafen Stuttgart eingesetzt werden.

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