Bündel von Maßnahmen vorgestellt

Energiekrise: Schwäbisch Gmünd will umfassend Energie einsparen

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Sabine Bauer, Torsten Blümke

Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat ein umfassendes Energiesparprogramm vorgelegt. Es reicht von Temperaturabsenkungen in Schulen bis zu einer Winterpause für die Stadtverwaltung.

Eine brennende Gasflamme, im Vordergrund Geldscheine - als Symbol für Energiesparen. Die Stadt Schwäbisch Gmünd will wegen der Gaskrise mit Hilfe eines ganzen Bündels von Maßnahmen Energie und Kosten einsparen. (Foto: dpa Bildfunk, Karl Josef Hildenbrand)
Die Stadt Schwäbisch Gmünd will wegen der Gaskrise mit Hilfe eines ganzen Bündels von Maßnahmen Energie und Kosten einsparen (Sujetbild). Karl Josef Hildenbrand

Verschiedene Arbeitsgruppen hatten sich in den vergangenen Wochen in der Schwäbisch Gmünder Verwaltung mit dem Thema Energiesparen beschäftigt. Alle städtischen Einrichtungen wurden auf Einsparmöglichkeiten hin überprüft. Nur Kitas waren davon ausgenommen. Am Freitag wurden die Ergebnisse vorgestellt: Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen sollen Gas und Strom und damit auch Kosten gespart werden.

Gmünder Hallenbad: Wassertemperatur wird abgesenkt, Sauna bleibt aus

Besonders im Fokus steht dabei das Hallenbad: Dort soll die Wassertemperatur um drei Grad gesenkt werden - von 32 auf 29 Grad im Nichtschwimmerbecken und von 27 auf 24 Grad im Sportbecken. Der Warmbadetag entfällt, die Sauna bleibt die kommende Saison ganz geschlossen. Allein beim Hallenbad erhofft sich die Stadt Einsparungen von rund 170.000 Euro.

Ein Hallenbad von innen, Schwimmbecken und wenige Schwimmer (Foto: Pressestelle, Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH)
Das Gmünder Hallenbad steht im Fokus der Energiesparmaßnahmen (Archivbild). Pressestelle Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH

In Gmünder Schulen soll die Raumtemperatur von bisher 20 auf 19 Grad gedrosselt werden, in Turn- und Sporthallen auf 17 Grad. Allerdings betonte Oberbürgermeister Arnold, dass man vielleicht schon im November, Dezember nachjustieren müsse.

Auch in den städtischen Büros, in der Bücherei, der Musik- und Volkshochschule und im Congress-Centrum soll die Raumtemperatur auf 19 Grad gedrosselt werden. In Museen sind 18 Grad vorgesehen.

Rathaus in Schwäbisch Gmünd (Foto: SWR)
Die Weihnachtsbeleuchtung in Schwäbisch Gmünd ist nicht von den Sparmaßnahmen betroffen (Archivbild).

Vor allem über die Beleuchtung soll Strom eingespart werden: Zahlreiche Gebäude werden nachts nicht mehr angestrahlt, so etwa das Rokokoschlösschen, das Forum Gold und Silber sowie etliche Türme. Alles dürfe jedoch nicht dunkel sein, warnte der OB. Es gehe auch um das Sicherheitsgefühl in der Stadt. Die Weihnachtsbeleuchtung soll ausgespart werden: Sie sei bereits auf LED-Leuchten umgestellt, das Sparpotential daher gering, hieß es. Man wolle mit Sinn und Verstand Energie sparen und nicht mit Effekthascherei, so der Gmünder OB.

Energiesparen im Rathaus: Winterpause für die Verwaltung

Um Energie zu sparen plant die Stadt Schwäbisch Gmünd für alle öffentlichen Gebäude und die Verwaltung eine Winterpause vom 23. Dezember bis 1. Januar. Die Sporthallen bleiben bis Dreikönigstag (6. Januar) zu.

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