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In Schwäbisch Gmünd soll ein Wasserstofftechnologiezentrum entstehen. Dort sollen Automobilzulieferer und Forschungsinstitute gemeinsam am Wasserstoffantrieb für Fahrzeuge arbeiten.

Die Pläne für das Zentrum wurden am Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Umwelt- sowie Verwaltungsausschuss von allen Fraktionen begrüßt.Für das Zentrum für Wasserstofftechnologien ist ein Standort in der Nähe des Industriegebietes Gügling geplant, eine bisher vor allem landwirtschaftlich genutzte Fläche von rund 60 Hektar.

Die Stadt Schwäbisch Gmünd will im Stadtteil Bargau ein Wasserstoff-Kompetenzzentrum aufbauen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Hendrik Schmidt)
Die Stadt Schwäbisch Gmünd will im Stadtteil Bargau ein Wasserstoff-Kompetenzzentrum aufbauen. Hendrik Schmidt

1.000 neue Arbeitsplätze

Automobilzulieferer und Forschungsinstitute sollen dort gemeinsam am Wasserstoff-Antrieb für Fahrzeuge arbeiten. Die Stadt erhofft sich, dass dadurch innerhalb von fünf Jahren 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden können, in einer Region, in der Autozulieferer wie Bosch AS derzeit massiv Stellen abbauen.

Kosten rund 40 Millionen Euro

Die geschätzten Kosten für das Wasserstoffzentrum liegen bei rund 40 Millionen Euro. Schwäbisch Gmünd will sich mit dem Projekt in einem Wettbewerb um Zuschüsse von der EU und dem Land bewerben. Die Nachfrage für ein solche Zentrum ist nach Angaben der Stadt groß. Wie ein Sprecher sagte, sei die Stadt mit mehreren potenziellen Nutzern des geplanten Wasserstoff-Zentrums im Gespräch. Daruter seien auch Global Player. Namen wurden wegen der laufenden Verhandlungen nicht genannt.

Denkfabrik und Produktionshallen

Auf dem Gelände im Stadtteil Bargau sollen mehrere Gebäude entstehen, und zwar sowohl Bürogebäude wie auch Produktionshallen, um Wasserstoff- bzw. Brennsoffzellenabtriebe für Personen- und für Lastwagen bzw. Busse zu entwickeln und herzustellen. Nächstes Jahr sollen die konkreten Planungen beginnen. Die Fertigstellung ist für 2022/23 vorgesehen.

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