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Am Sonntag ist Schluss für Marc Schnatterer. Dann tritt der Mittelfeldspieler das letzte Mal für den Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim an. Mehr als ein Jahrzehnt prägte er den FCH.

Mit dem Spiel gegen den Karlsruher SC geht am Sonntag für den Fußball-Zweitligisten 1 FC. Heidenheim die Saison zu Ende. Mit ihr auch die Ära Marc Schnatterers beim FCH. Die Bilanz: 122 Tore, zwei Aufstiege und mehrere Erfolge im Pokal. Schnatterer prägte in seinen 13 Jahren beim FCH den Verein wie kaum ein anderer. Für viele Fans gilt er als Symbolfigur.

Schnatterer ist ein Publikumsliebling. Wenn so ein Ausnahmekönner geht, ist nahe liegend was die Fans fühlen. Das klingt auch bei einer Umfrage in Heidenheim durch. "Er könnte locker noch zwei Jahre spielen", sagt ein Mann. "35 klingt noch recht jung", so ein anderer. "Da fehlt nachher schon was, der gehört einfach dazu. Schnatterer ist ein Markennamen, eine Einrichtung. Traurig für den Verein wenn er aufhört", sagte eine Frau.

Und auch Marc Schnatterer selbst kann es noch nicht ganz realisieren, dass am Sonntag sein letztes Spiel für den 1. FC Heidenheim ist. "Ich glaube, das passiert erst mit dem Schlusspfiff.", sagt er.

"Der Moment, wenn es einem klar wird, wenn der Schiri abpfeift, da könnten schon Emotionen hochkommen, dass es die letzten Minuten waren mit dem Trikot vom FCH."


Am Sonntag schnürt Schnatter zum letzten Mal für den FCH die Fußballschuhe - zum 457. Mal. Er will auf dem Platz versuchen, jeden Moment zu genießen, sagt er. "Das Positive aufsaugen."

Positives gab es genug für Schnatterer: "Es gibt viele Spiele, an die man sich gerne zurück erinnert." Die Spiele gegen Bayern München etwa oder der erste Auftritt in Stuttgart, wo der FCH siegen konnte. Diese Momente werde er immer in Erinnerung behalten, sagt der 35-Jährige.

Mehr Banksitzen als Spielen

Das Ende in Heidenheim war nicht so schön. In der aktuellen Saison saß Schnatterer häufig nur auf der Bank. Auch der neue Vertrag kam nicht. "Viele junge Spieler haben den Vortritt bekommen, um ihre Erfahrungen zu sammeln. Das haben sie gut gesmacht", sagt er: "Das ist in Ordnung."

Schnatterer will weiter spielen

Pläne für danach hat der 35-Jährige bereits geschmiedet. Er will nach der aktiven Laufbahn seinen Trainerschein machen und auch die Position als Sportdirektor interessiert ihn. Das sei aber noch kein Thema für den Sommer. "Mein Körper sagt mir, dass ich noch ein paar Patronen habe und die will ich auch noch ausreizen", so Schnatterer. Einen neuen Vertrag als Spieler bei einem anderen Verein hat er aber noch nicht unterschrieben. Noch nicht.

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