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Im öffentlichen Nahverkehr im Alb-Donau-Kreis werden künftig zahlreiche Rufbusse verkehren. Der Landkreis erhält eine Förderung in Millionenhöhe vom Landes-Verkehrsministerium.

Landrat Heiner Scheffold (parteilos) kündigte am Freitag das neue Modellprojekt an. Der Alb-Donau-Kreis ist einer von fünf Landkreisen, die vom Landes-Verkehrsministerium bis zu 1,8 Millionen Euro erhalten, um den ÖPNV im ländlichen Raum zu stärken.

Ziel im Alb-Donau-Kreis ist in jedem Ort ein Stundentakt von 5 bis 24 Uhr, sagte Scheffold. Immer, wenn nicht ohnehin ein Linienbus fährt, kann dann ein Rufbus bestellt werden - per App oder Telefon zum sonst üblichen Fahrkartenpreis.

ÖPNV-Fahrgastzahl soll verdoppelt werden

Insgesamt seien 30 neue Haltestellen geplant, so dass möglichst kein Kreisbewohner weiter als 250 Meter zur nächsten Haltestelle gehen muss. Als Ziele sollen die Rufbusse auch die Bahnhöfe in Ehingen, Munderkingen, Rottenacker, Allmendingen und Schelklingen ansteuern. Zum künftigen Bahnhof in Merklingen seien auch neue Buslinien geplant. Bis zum Jahr 2030 sollen die Fahrgastzahlen im ÖPNV im Alb-Donau-Kreis verdoppelt werden, so Landrat Scheffold. Für Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ist das ein "wirksamer Beitrag am Klimaschutz". Vor allem im ländlichen Raum müsse man neue und flexible Angebotsformen nutzen.

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