Wie läuft die Begegnung zwischen Mensch und Roboter optimal? Das will ein Forschungsprojekt in Ulm untersuchen (Symbolfoto). (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown (Symbolfoto))

Neues Forschungsprojekt

Darum sind in Ulm bald Roboter in der Fußgängerzone unterwegs

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Maren Haring
Maren Haring (Foto: SWR, SWR - Alexander Kluge)

In der Ulmer Fußgängerzone und in der Bahnhofspassage könnten bald Roboter unterwegs sein. Forschende wollen untersuchen, wie die Begegnung von Roboter und Menschen funktionieren kann.

Forscherinnen und Forscher wollen in Ulm das Zusammenspiel zwischen Roboter und Mensch im öffentlichen Raum untersuchen. Zentral geht es um die Frage, wie es gelingen kann, dass beispielsweise Reinigungsroboter in der Fußgängerzone, in der Bahnhofspassage oder auf dem Münsterplatz mit Passanten zurechtkommen. Es gehe um die Begegnung unbeteiligter Dritter mit den automatischen Helfern.

Serviceroboter werden in den kommenden Jahren immer mehr zum Stadtbild gehören, teilte ein neu gegründetes Forschungszentrum mit. Am "Ulmer Zentrum zur Evaluation der Mensch-Roboter-Interaktion im öffentlichen Raum" sind unter anderem die Universität Ulm, die Stadt Ulm und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation beteiligt. Die Partner wollen das Verhalten der Roboter in der Begegnung mit Menschen optimieren. Neben technischen sollen auch rechtliche und ethische Fragen beantwortet werden.

Testphasen für die Roboter in Ulm im Frühjahr

Die Testphasen in der Ulmer Innenstadt seien jeweils im ersten Quartal der Jahre 2023 bis 2025, so ein Sprecher des Projektes. Kurz vorher werde bekannt gegeben, wo genau die Testfelder sind. Sie werden mehrere Wochen eingesetzt, dann will das Team die Ergebnisse auswerden.

Gruppenbild mit Forscherteam und Servicerobotern: In Ulm soll getestet werden, wie Roboter und Menschen bei einer Begegnung im öffentlichen Raum miteinander zurechtkommen.  (Foto: Pressestelle, Stadt Ulm)
Gruppenbild mit Forscherteam und Servicerobotern: In Ulm soll getestet werden, wie Roboter und Menschen bei einer Begegnung im öffentlichen Raum miteinander zurechtkommen. Pressestelle Stadt Ulm

Bis dahin müsse beispielsweise noch geklärt werden, wie genau die Testroboter aussehen und mit welchen Fähigkeiten sie ausgestattet sind. Anders im Arbeitsumfeld müssen Roboter im öffentlichen Raum beispielsweise auch für die Begegnung beispielsweise mit Kindern gerüstet sein.

"Bei der Gestaltung von Robotern (...) ist es entscheidend, dass die Menschen in ihrem Umfeld verstehen, was die Roboter wann tun und sich letztendlich wohl mit diesen fühlen."

In Ulm sind dafür Testflächen geplant, zum Beispiel in der Ulmer Fußgängerzone und auch in der Bahnhofspassage. Das Forschungszentrum wird in den kommenden drei Jahren mit 3,6 Millionen Euro vom Bund gefördert.

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