Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nach Täter

Ermittlung zu Vergewaltigung und Einbrüchen: Zweiter Massen-Gentest in Blaubeuren beendet

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Rund 150 Männer haben am Freitag und Samstag in Blaubeuren an einem zweiten Massen-Gentest teilgenommen. Die Polizei sucht damit einen Vergewaltiger und Einbrecher.

Die Polizei führt einen DNA-Speicheltest bei einem Mann durch. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Roland Weihrauch)
In Blaubeuren werden zum zweiten Mal Männer zum DNA-Speichel-Test gebeten. (Sujet-Bild)

Insgesamt haben mehr als 400 Männer nun ihre Speichelprobe abgegeben. Bei dem ersten Massen-Gentest im August hatten 270 Männer teilgenommen.

Ihr genetisches Erbmaterial wird nun mit einer DNA-Spur verglichen, die der Täter am Tatort zurückgelassen hatte. Er soll im Herbst letzten Jahres in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) in ein Haus eingedrungen und sich dort an einer schlafenden Frau vergangen haben. Die Teilnahme an den Tests war freiwillig. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, den Kreis der Verdächtigen einzuengen.

Für die zweite Untersuchung wurden Männer angeschrieben, die an der ersten Untersuchung nicht teilgenommen haben oder sich nicht gemeldet hatten. Die Teilnahme war laut Polizei freiwillig. Die Eingeladenen seien nicht verdächtig und die Proben würden nicht gespeichert, sondern nach der Untersuchung wieder gelöscht.

DNA-Funde an Tatorten grenzen Täter ein

Männer, die zwischen 41 und 52 Jahren alt sind und aus Blaubeuren sowie den Teilorten Gerhausen und Weiler stammen oder zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres dort gemeldet waren, waren dazu aufgerufen, eine DNA-Probe abzugeben. Das traf auf insgesamt rund 700 Personen zu. Der Kreis konnte aufgrund von Ermittlungsergebnissen und DNA-Funden an den Tatorten eingegrenzt werden.

Im Oktober und November vergangenen Jahres hatte ein unbekannter Täter versucht, in ein Wohnhaus in Blaubeuren-Gerhausen einzubrechen. Anfang Dezember wurde dann in ein Mehrfamilienhaus in Blaubeuren eingebrochen. Dort soll sich der Unbekannte auch an einer schlafenden Frau vergangen haben. Nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft ergriff der Täter die Flucht, als die Frau erwachte.

Ergebnisse der ersten Testung liegen noch nicht vor

Die Ergebnisse aus der ersten Untersuchung liegen laut Polizei noch nicht vor. Die Proben seien anonymisiert und in einem externen Labor unter hohen Sicherheitsanforderungen untersucht worden. Anschließend vergleiche das Landeskriminalamt Baden-Württemberg die Proben mit den Spuren der Tatorte.

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SWR