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In Baden-Württemberg sind stillgelegte Bahntrassen auf die Möglichkeiten einer Wiederbelebung überprüft worden: Die ehemalige Hohenstaufenbahn bei Schwäbisch Gmünd ist in der engeren Auswahl.

Die letzte Fahrt der Hohenstaufenbahn war im Jahr 1984: "Klepperle" hieß sie im Gmünder, "Josefle" im Göppinger Volksmund. Die Schienen verliefen von Schwäbisch Gmünd nach Göppingen - mitten durchs Stauferland. Heute führt ein beliebter Rad- und Wanderweg dort entlang.

Bauwerke für die Hohenstaufenbahn wie hier in Schwäbisch Gmünd die Remsbrücke wurden nach der Stilllegung zurückgebaut. (Foto: VCD Göppingen)
Bauwerke für die Hohenstaufenbahn, wie hier in Schwäbisch Gmünd die Remsbrücke, wurden nach der Stilllegung zurückgebaut. VCD Göppingen

Nun könnte es sein, dass die seit fast 40 Jahren schlummernde Bahntrasse wieder zum Leben erweckt wird. Das hofft Heiko Stobinsky vom Verkehrsclub Deutschland. Es gehe letztendlich um den Ringschluss zwischen Schwäbisch Gmünd über Göppingen nach Kirchheim. Es könne sogar ein modernes Stadtbahnnetz geschaffen werden, um einen leistungsfähigen ÖPNV auf den Weg zu bringen.

Bessere Verbindung möglich

Um von Gmünd nach Göppingen zu kommen, braucht man mit dem öffentlichen Nahverkehr derzeit mehr als 45 Minuten für die 20 Kilometer lange Strecke. Fahrgäste müssen meist noch umsteigen. Eine neue Bahn könnte die Strecke innerhalb einer halben Stunde packen, meint Heiko Stobinski.

"Wir haben hier schätzungsweise 6000 Fahrgäste, die auf der Strecke fahren könnten. Wenn wir auf den Verkehr zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd sehen, dann kann man sich schon vorstellen, dass hier sehr viel Potenzial steckt, sehr viele Pendler, sehr viele Umsteiger, die in Gmünd ankommen und mit der Filstalbahn weiterfahren wollen." 

Heiko Stobinsky, Verkehrsclub Deutschland

42 stillgelegte Bahnstrecken sind in Baden-Württemberg untersucht worden, um sie im besten Fall wieder in Betrieb zu nehmen. Dafür übernehmen Bund und Land bis zu 96 Prozent der Reaktivierungskosten – nach einer ausführlichen Machbarkeitsstudie. Ab Sommer soll auch die Hohenstaufenbahn unter die Lupe genommen werden.

Es soll geklärt werden, was technisch und beim Betrieb einer solchen Verbindung möglich wäre, ob sich die Kosten rechnen und wie die rückgebaute Strecke überhaupt wieder gebaut werden kann. Die Machbarkeitsstudie soll 2023 vorliegen.

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