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Am Dienstag hat auch CSU-Chef Markus Söder Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union offiziell akzeptiert: Zustimmung zum Votum der CDU-Spitze gab es zuvor schon bei den CDU-Abgeordneten aus der Region.

Der CDU-Abgeordnete des Wahlkreises Backnang-Schwäbisch Gmünd, Norbert Barthle, hat aus seiner Sympathie für Markus Söder keinen Hehl gemacht. Das Ergebnis sei anders ausgefallen, als er sich das gewünscht habe, sagte er dem SWR. Doch er akzeptiere die Entscheidung und gehe davon aus, dass die CDU diese Entscheidung ebenfalls akzeptieren werde.

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Auch der CSU-Politiker Thorsten Freudenberger, Landrat im Kreis Neu-Ulm, hält Markus Söder für den geeigneteren Kandidaten. Er habe in Söder den Modernisierer erkannt, den es nun bräuchte. Er traue aber auch Armin Laschet eine Modernisierung zu. Es gehe nun darum, dass mit Inhalten signalisiert werde, dass Laschet "auch Modernisierung kann".

Erleichterung bei Laschet-Befürwortern

Ulrich Hemel dagegen begrüßt die Entscheidung. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende des Alb-Donau-Kreises sagte, Markus Söder sei flexibel, auch das sei eine wichtige Eigenschaft. Für ihn zähle allerdings mehr die Verlässlichkeit Armin Laschets, so Hemel.

Auch der Aalener CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter hatte sich während der gesamten Diskussion um den Kanzlerkandidaten stets für den CDU- Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, Armin Laschet, ausgesprochen. Der Abgeordnete des Wahlkreises Aalen-Heidenheim schätzt an Laschet die Art und Weise, unaufgeregt und dennoch sehr effizient und diplomatisch geschickt zu regieren.

"Nun können wir zusammen den Wahlkampf planen"

Die langjährige EU-Abgeordnete Inge Gräßle aus Heidenheim sagte, sie sei sehr erleichtert, dass die Einheit der Partei nun wieder hergestellt werden könne. Nun könne der Wahlkampf gemeinsam geplant werden, denn was bisher passiert sei, sei zur Freude des politischen Gegners gewesen. Sie halte Armin Laschet zudem für den richtigen Kandidaten.

Dass der Bundesvorstand in der Nacht zum Dienstag nochmal abgestimmt hat, bewerten die regionalen CDU-Politiker positiv. Alles andere wäre nicht praktikabel gewesen, so Roderich Kiesewetter. Die Kandidatensuche habe etwas lange gedauert, so Ulrich Hemel. Sie sei aber grundsätzlich sehr demokratisch verlaufen und damit in Ordnung.

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