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Fehlanzeige bei der Ursachensuche für eine vermeintliche Rauchentwicklung am Mittwochabend am Hauptturm des Ulmer Münsters. Am Tag danach herrscht vor allem Erleichterung.

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Zeugen hatten die Rauchentwicklung bemerkt und um kurz nach 20 Uhr die Feuerwehr alarmiert. 40 Einsatzkräfte rückten mit Löschfahrzeugen, Höhenrettungsgruppe und Drohnenstaffel an. Sie entdeckten laut einem Sprecher zunächst ebenfalls eine Art Rauchentwicklung an der Spitze des Turms.

Rauch im Münster: Feuerwehr setzt Wärmebildkameras ein

Mit Wärmebildkameras wurde der Münsterturm von innen, per Drohne aber auch von außen auf eine mögliche Brandentwicklung hin untersucht. Doch nirgendwo konnte ein Feuer oder eine andere Ursache für eine Rauchentwicklung gefunden werden. Zwei Stunden nach der Alarmierung brach die Feuerwehr den Einsatz ab.

Entwarnung nach der Sichtung von Rauch am Ulmer Münster (Foto: Thomas Heckmann)
Die Feuerwehr war am Mittwochabend mit mehr als 40 Einsatzkräften vor Ort. Thomas Heckmann

Ursache für "Rauch" am Münsterturm bleibt unklar

Was am Münsterturm gesichtet wurde, ob es sich möglicherweise um eine Staubentwicklung oder einen Insektenschwarm handelte, blieb unklar. Und bleibt es wohl auch. Es gibt keine weiteren Untersuchungen, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Dekan Gohl zu Münster-Rauch: "Bilder von Notre Dame im Kopf"

Dekan Ernst-Wilhelm Gohl war zunächst besorgt, als er von dem Vorfall hörte. "Ich bin schon erschrocken. Da hat man die Bilder von Notre Dame im Kopf", sagt er. Obwohl das in Ulm nicht passieren könne, weil es im Münster Stahldachstühle gebe.

Gohl war zufällig am Mittwochabend vor Ort. Er selbst habe keine Rauchschwaden gesehen, sagt er. Der Dekan hat eine Theorie, was passiert sein könnte. "Es war sehr warm und der Stein ist kalt. Da erlebt man öfter, dass sich Kondensat bildet und das noch mit dem Münsterscanning zusammen, erweckt den Eindruck, dass Rauchwolken entstehen", erläutert er.

Egal, was es gewesen ist, Gohl ist froh und erleichtert, dass am Donnerstag wieder normaler Alltag vor dem Ulmer Münster herrscht. Ganz ohne Rettungskräfte.

Nach Brand von Notre-Dame:

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