Spielabbruch in der Verbandsliga

Fußball in Ehingen: Rassistische Beleidigung Fall fürs Sportgericht

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Ein Spieler des Fußball-Verbandsligisten SF Dorfmerkingen ist am Samstag offenbar beim Spiel gegen Ehingen-Süd rassistisch beleidigt worden. Der Fall geht jetzt vors Sportgericht.

Ein Ehinger Zuschauer soll den schwarzen Spieler rassistisch beleidigt haben. Das berichten die Sportfreunde Dorfmerkingen auf ihrer Facebook-Seite. Der betroffene Spieler habe daraufhin den Platz verlassen. Dafür gab es vom Schiedsrichter die gelbe Karte und weil der Spieler bereits verwarnt war, schließlich gelb-rot.

SF Dorfmerkingen bedankt sich bei Gegner Ehingen für Fairness

Die rassistische Äußerung sei vom Schiedsrichtergespann bestätigt worden, daraufhin hätten die Sportfreunde Dorfmerkingen geschlossen den Platz verlassen. Der Verein bedankt sich beim Gegner der Partie mit folgenden Worten: "Wir möchten ausdrücklich klarstellen, dass die Spieler des SSV Ehingen-Süd und der gesamte Verein sich vorbildlich verhalten haben. Mannschaft und Vereinsverantwortliche des SSV kamen sofort in unsere Kabine, um sich zu entschuldigen." Weiter heißt es, die Sportfreunde Dorfmerkingen tolerierten keinerlei Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. "Das hat keinen Platz in unserem Sport."

Team aus Ehingen will mit T-Shirts Zeichen gegen Rassimus setzen

In der 42. Minute war die Partie schließlich beim Stande von 1:0 für den SSV Ehingen-Süd abgebrochen worden. Ob das Spiel für Dorfmerkingen als verloren gilt oder wiederholt wird, entscheidet nun das Sportgericht. Ebenso, welche Strafe der SSV Ehingen-Süd möglicherweise für das Fehlverhalten des Zuschauers erhält. Das Team aus Ehingen will sich von ihm distanzieren und ein Zeichen gegen Rassismus setzen, mit einem eigens gedruckten T-Shirt möglichst im nächsten Spiel.

Nicht das erste Mal, dass Spieler der Sportfreunde rassistisch beleidigt wurde

Josef Schill, der Pressewart der Sportfreunde Dorfmerkingen, sagte dem SWR, es sei nicht das erste Mal gewesen, dass der Spieler rassistisch beleidigt wurde. "Er fühlt sich wohl hier, aber solche Beleidigungen gibt es immer wieder." Der Verein stehe hinter ihm, betonte Schill. Die Mannschaft habe ihn bereits besucht.

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SWR