Außenansicht des Landgerichts Memmingen: Hier hat am Mittwoch ein Prozess wegen Misshandlung und Vergewaltigung in einer Behinderteneinrichtung im Kreis Neu-Ulm begonnen (Archivbild). (Foto: SWR, Frank Wiesner)

Tödlichem Streit ging Ärger um Hauskauf voraus

Totschlagsprozess von Bellenberg - Polizeibeamte wurden vernommen

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Der Totschlagsprozess gegen einen 35-jährigen Mann aus Bellenberg im Kreis Neu-Ulm ist am Mittwoch am Landgericht Memmingen fortgesetzt. worden. Am Dienstag hatte der Angeklagte die Tat gestanden.

Dem 35-Jährigen aus Bellenberg wird vorgeworfen, im September vergangenen Jahres eine 57-jährige Frau so heftig geschlagen haben, dass sie an den Verletzungen starb. Zum Auftakt des Prozesses am Dienstag hatte der Angeklagte die Tat gestanden. Er wolle die volle Verantwortung dafür tragen, heißt es dazu in der "Neu-Ulmer Zeitung".

Wie ein Sprecher des Landgerichts mitteilte, wurden am Mittwoch Zeugen vernommen, vor allem Polizeibeamte. Am 22. Juni, dem nächsten Prozesstag, sollen weitere Zeugen vernommen werden.

Angriff ging Streit um einen Hauskauf voraus

Dem Angriff war laut Anklage ein Streit um einen Hauskauf vorausgegangen. Der Mann, Vater zweier kleinen Mädchen, hatte das Haus für seine Familie gekauft. Bei der Sanierung seien so viele bauliche Mängel aufgetreten, dass sie sich die Sanierung laut eines Statikers nicht mehr lohnte, schreibt die Zeitung weiter.

Streit eskalierte - Frau starb

Angesichts dessen verlangte der Mann einen Teil des Kaufpreises in Höhe von knapp einer halben Million Euro zurück. Als die Verkäuferin das ablehnte eskalierte der Streit, bei dem die Frau starb. Der Mann stellte sich danach der Polizei.

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