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Im Prozess wegen schweren Bandendiebstahls am UImer Landgericht haben die Angeklagten über ihre Anwälte teilweise Beihilfe zugegeben. Sie sollen Baugerüste im Wert von einer halben Million Euro gestohlen haben.

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Der Gesamtwert der gestohlenen Baugerüste liegt bei rund einer halben Million Euro. Laut Anklage ging die Bande dabei professionell vor. Das Auskundschaften der Gerüstbetriebe, die Suche nach einem Zugang zu den umzäunten Firmengeländen sowie Aufladen und Abtransport des Diebesgutes mit einem Lkw wurde unter den zwischen 34 und 57 Jahre alten Männern aufgeteilt.

Zwei Diebstähle auch in Ulm

Zwei der insgesamt zehn Diebstähle spielten sich ab September 2019 bis Mitte vergangenen Jahres auch bei einer Bautechnikfirma in Ulm ab. Aus diesem Grund wird am Ulmer Landgericht verhandelt. Die anderen Taten verteilen sich auf das ganze Bundesgebiet.

Überladener Lkw auf der Autobahn

Dem achten Angeklagten wird gewerbsmäßige Hehlerei vorgeworfen. Die gestohlenen Gerüstteile waren nach den Diebstählen nach Eschborn in Hessen gebracht worden, wurden dort mit roter Farbe umlackiert und weiterverkauft. Der mutmaßliche Hehler hat sie zunächst für seine eigene Firma erworben und dann weiterverkauft. Erwischt wurde die Bande, weil sie einmal den Lkw überladen hatte und deshalb von der Polizei auf der Autobahn angehalten wurde.

Es drohen bis zu zehn Jahre Haft

Wie ein Prozessbeteiligter am Mittwoch sagte, drohen den Männern jeweils bis zu zehn Jahren Haft. Das Urteil werde aber wohl geringer ausfallen. Der Prozess wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit in die Länge ziehen, bislang gibt es Termine bis Juni. Dass die Angeklagten im Vorfeld der Verhandlung bereits über ihre Anwälte teilweise eine Beteiligung zugegeben haben, macht das Verfahren wohl nicht einfacher. Mindestens einer der acht Anwälte will auch einen Freispruch für seinen Mandanten erreichen.

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