Nach 15 Monaten mit vielen Rückschlägen scheint sich die Geschichte des in Schwäbisch Gmünd gestrandeten Zirkus Alaska zum Guten zu wenden. (Foto: SWR)

Dank Hilfe und Spendengeldern

Nach langer Zwangspause: Zirkus Alaska gibt erste Vorstellung in Schwäbisch Gmünd

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Nach vielen Rückschlägen scheint sich die Geschichte des in Schwäbisch Gmünd gestrandeten Zirkus Alaska zum Guten zu wenden. Am Freitag war die erste Vorstellung seit Beginn der Corona-Pandemie.

Dass der Zirkus Alaska in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) endlich Premiere feiern konnte, war keine Selbstverständlichkeit. Die vergangenen 15 Monate waren eine Zeit mit einigen Höhen und vielen Tiefen. Zunächst knipste die Corona-Pandemie dem kleinen Zirkus das Licht aus.

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Die Einnahmen blieben aus, weil Vorstellungen nicht mehr stattfinden durften. Das ging ohnehin an die Reserven. Und dann, als die Premiere nach der Pause schon geplant war, zerstörte ein Unwetter Ende Juni das Tierzelt. Ein Neues kostet 20.000 Euro. Das hätte um ein Haar das Aus bedeutet.

Schwäbisch Gmünder unterstützten Zirkus Alaska

Doch soweit ist es nicht gekommen. Denn viele Schwäbisch Gmünder standen der Zirkusfamilie aus Sachsen-Anhalt bei. Nach einem Bericht im SWR Fernsehen wuchs die Spendenbereitschaft. Direktor Alois Frank bezeichnet das als den "absoluten Wahnsinn". Er habe das nicht für möglich gehalten, sagte er dem SWR. Die Menschen würden helfen, wo sie nur können und ihn nicht alleine lassen.

Mit dem gespendeten Geld konnte der Zirkus zumindest die Anzahlung für ein neues Zelt stemmen, das inzwischen schon aufgebaut ist. Die Kamele, Pferde und Ziegen waren vorübergehend in das Hauptzelt umgezogen, so dass Vorstellungen unmöglich waren. Doch dort kann jetzt wieder Publikum Platz nehmen, die Tiere leben bereits in ihrem neuen Zuhause.

So berichtete der SWR am 7. Juli über den Sturm, der das Zirkuszelt zerstörte:

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Zirkus Alaska noch bis Ende August in Schwäbisch Gmünd

Der Zirkus steckt allerdings noch immer in den roten Zahlen, das neue Tierzelt ist längst nicht abbezahlt. Den ausstehenden Betrag will die Zirkusfamilie nach und nach mit Vorstellungen reinholen. Bis Ende August gastiert der Zirkus Alaska noch in Schwäbisch Gmünd, dann wird er weiter ziehen.

Doch Schwäbisch Gmünd werde "in unseren Herzen bleiben", sagt Direktor Frank. Die Stadt bleibt der Familie wohl nicht als der Ort in Erinnerung, an dem sie fast alles verloren hätte, sondern an dem sie nach der größten Krise neu beginnen konnte.

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