Zahl der Marktstände leicht gestiegen

Bilanz: Ulmer Wochenmarkt ist bislang gut durch die Corona-Pandemie gekommen

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Die Betreiber des Ulmer Wochenmarktes ziehen eine positive Bilanz: Durch die Corona-Pandemie musste kein Markttag ausfallen. Außerdem ist der Markt in diesem Jahr sogar gewachsen.

Durch all die Monate in der Corona-Pandemie konnten mittwochs 60 bis 70, am Samstag bis zu 90 Markthändler ihre Stände auf dem Ulmer Münsterplatz aufbauen. Es habe viele treue Stammkunden gegeben, die auf dem Wochenmarkt weiterhin einkauften, so Jürgen Eilts, Geschäftsführer der Ulm Messe und des Ulmer Wochenmarktes. Das habe den Händlern die Existenz gesichert.

Marktstände auf dem Ulmer Wochenmarkt vor dem Ulmer Münster (Foto: SWR, Walter Notz)
Walter Notz

Und das trotz zu Beginn der Pandemie wöchentlich neuer Auflagen und Regeln. Nach und nach kamen Maskenpflicht, Abstandspflicht und das Auseinanderrücken der Marktstände. Dass alle Marktstände und auch deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an einem Strang zogen, sei sehr wichtig gewesen, so Jürgen Eilts. Ganz zu Beginn der Pandemie habe es sogar mehr Kunden gegeben, erzählt Metzgermeister Gunther Kühle, der Sprecher der Marktbeschicker. Deren Wünschen waren ausgefallener, da nun wieder mehr zu Hause gekocht wurde.

"Es war die Gelegenheit, endlich mal alle Rezeptbücher rauszuholen und die Rezepte auszuprobieren, die man sich schon immer mal vorgenommen hat."

Schleppten die Marktbesucher zunächst noch prallgefüllte Taschen und Tüten nach Hause, habe sich das Kaufverhalten inzwischen wieder weitestgehend normalisiert. Auch der Umsatz scheint bei den meisten Händlern den Umständen entsprechend eingependelt zu haben. Die Idee, vielleicht doch einmal seinen Stand aufzugeben, sei niemanden gekommen, betonten Metzgermeister Gunther Kühle und Katrin Gairing, die hier in fünfter Generation einen Obst und Gemüsestand betreibt.

Zahl der Stände auf dem Ulmer Wochenmarkt hat zugenommen

Ein positives Zeichen sei auch, dass in diesem Jahr neue Stände auf den Ulmer Wochenmarkt hinzugekommen sind, hieß es weiter. Bis zur Adventszeit will man die jetzige Konstellation auf dem Ulmer Wochenmarkt beibehalten. Nur zum Ulmer Weinfest im August werden einige wenige Stände einen neuen Standplatz bekommen.

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