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Auto-Poser haben vor allem am Ostersonntag die Polizei beschäftigt. Auf dem Parkplatzes des Donaubades in Neu-Ulm hatten sich am späten Abend rund 100 Autos und 200 Personen der Tuningszene versammelt.

Aus den Fahrzeugen dröhnte laute Musik. Die Fahrer ließen immer wieder die Motoren aufheulen. Als die Polizei eintraf, flüchteten etliche Teilnehmer zunächst, teils zu Fuß, teils mit ihren Fahrzeugen in alle Himmelsrichtungen, so die Polizei. Die Beamten forderten Verstärkung an. Ein Großteil der Fahrzeuge konnte kurz darauf gestoppt und kontrolliert werden. In mehreren Autos befanden sich mehr Menschen, als derzeit wegen der Corona-Pandemie erlaubt.  

Einen Großteil der Poser-Autos konnte die Polizei anschließend stoppen und kontrollieren. Die Fahrer müssen mit Anzeigen rechnen (Sujetfoto). (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa / Roberto Pfeile)
Einen Großteil der Poser-Autos konnte die Polizei anschließend stoppen und kontrollieren. Die Fahrer müssen mit Anzeigen rechnen (Sujetfoto). picture alliance / dpa / Roberto Pfeile

Weiteres Treffen am Ludwigsfelder Baggersee

Wenige Stunden später wurde der Polizei ein weiteres Treffen der Tuningszene am Ludwigsfelder Baggersee gemeldet. Dort waren rund 30 Fahrzeuge. Auch deren Fahrer versuchten zu fliehen, konnten jedoch von der Polizei, die erneut mit einem Großaufgebot im Einsatz war, kontrolliert werden. Die Auto-Poser müssen nun mit Anzeigen und Bußgeldern rechnen.

Probleme schon am Nachmittag

Laut Ulmer Polizei war die Poserszene schon am Nachmittag und frühen Abend des Ostersonntags aufgefallen. Es gab zahlreiche Beschwerden von Anwohnern über lautes und unnötiges Umherfahren. Auf zwei Parkplätzen in der Blaubeurer Straße stellte die Polizei gegen 19 Uhr Autos und Personen fest, die sich nicht an die Corona-Regeln hielten und Lärm verursachten. Die Polizei räumte die Parkplätze und sperrte sie ab. Später stellte die Polizei auf dem Altstadtring und auf einem Parkplatz in der Wielandstraße Autofahrer fest, die ihre Motoren aufheulen ließen und mit lauter Musik unterwegs waren.

Kontrollen schon am "Car"-Freitag

Da die Poser- und Tuningszene schon seit Jahren den Karfreitag zu einer Art eigenem Feiertag machen, hatte die Polizei schon am Karfreitag die vorwiegend jungen Autofahrer im Blick. In Ulm nahm die Polizei zwischen 14 und 22 Uhr rund 70 Fahrzeuge genauer unter die Lupe. 15 Fahrzeuge wiesen Mängel auf, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten, an dreien waren sie derart gravierend, dass die Fahrer nicht weiterfahren durften. Außerdem gab es Geschwindigkeitskontrollen. Alle Verstöße werden nun geahndet, so die Polizei.

Viele Spaziergänger, aber keine gravierenden Verstöße gegen Corona-Vorschriften, gab es am Blautopf in Blaubeuren.  (Foto: SWR, Isabella Hafner)
Viele Spaziergänger, aber keine gravierenden Verstöße gegen Corona-Vorschriften, gab es am Blautopf in Blaubeuren. Isabella Hafner

Ansonsten kaum Verstöße gegen Corona-Vorschriften

An den Feiertagen hatten Polizei und Ordnungsämter verstärkt die Einhaltung der Corona-Vorschriften kontrolliert. Nach ersten Einschätzungen der Polizei gab es bis auf die Treffen der Tuningszene keine weiteren gravierenden Verstöße. In den Ausflugsgebieten wie dem Eselsburger Tal im Kreis Heidenheim oder dem Blautopf in Blaubeuren gab es vor allem am Ostersonntag wegen des schönen Wetters viele Spaziergänger. Ingesamt sei das Osterfest ruhig und friedlich verlaufen, so die Einschätzung der Polizei am Ostermontag.

Adenau

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