Produkte in Mehrwegverpackungen

Mehrwegpflicht: Diese Pfandsysteme gibt es in Ulm

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Jannik Volz
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Volker Wüst
Volker Wüst (Foto: SWR, SWR - Alexander Kluge)

Seit Januar dürfen Kundinnen und Kunden ihre Speisen und Getränke zum Mitnehmen in einer Mehrwegverpackung verlangen. In vielen Städten, wie in Ulm, gibt es verschiedene Systeme.

Restaurants, Cafés und Bistros im Raum Ulm gehen bei der Umsetzung der Mehrwegpflicht verschiedene Wege. Seit dem 1. Januar müssen fast alle Geschäfte, die ihre Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, neben Einweg- auch Mehrwegverpackungen anbieten.

Pfandgeschirr in Ulm: Da seit 2023 die Mehrwegpflicht gilt, haben sich viele Geschäfte dem Ulmer System angeschlossen. (Foto: Citymarketing Ulm/Eugen Müller)
Da seit 2023 die Mehrwegpflicht gilt, haben sich viele Geschäfte dem Ulmer System angeschlossen. Citymarketing Ulm/Eugen Müller

Pfandsystem Relevo in Ulm

In Ulm beteiligen sich inzwischen über 50 Betriebe an einer Initiative für ein einheitliches System. Bei dem Konzept können die Mehrweg-Glasgefäße bei jedem der teilnehmenden Restaurants und Cafés wieder abgegeben werden.

Die Stadt Ulm, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Ulm/Alb-Donau (DEHOGA), die Entsorgungsbetriebe EBU, das Citymarketing sowie der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und Greenpeace haben sich für den Mehrweganbieter Relevo entschieden.

Das System gibt es in Ulm seit April 2022. Da die Mehrwegpflicht seit diesem Jahr gilt, haben sich in der jüngeren Vergangenheit viele Geschäfte angeschlossen, sagte ein Sprecher der Initiative dem SWR.

Seit 2019 nutzen einige Gastronomiebetriebe in Ulm außerdem das Pfandsystem Recup. (Foto: IMAGO, IMAGO biky)
Seit 2019 nutzen einige Gastronomiebetriebe in Ulm außerdem das Pfandsystem "Recup". (Archivbild) IMAGO biky

Pfandsysteme Recup und Rebowl in Ulm

Seit 2019 nutzen einige Gastronomiebetriebe in Ulm außerdem das Pfandsystem Recup. Mehr als 30 Restaurants und Cafés in Ulm und Neu-Ulm machen nach Unternehmensangaben mit. Die Kaffeebecher können bundesweit in jedem beteiligten Lokal zurückgegeben werden.

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch die Mehrwegschalen des Unternehmens, die unter dem Namen Rebowl vertrieben werden. Diese nutzen derzeit mehr als zehn Gastronomiebetriebe.

Seit Januar dürfen Kundinnen und Kunden ihre Speisen und Getränke zum Mitnehmen in einer Mehrwegverpackung verlangen, auch bei McDonald's in Ulm. (Foto: SWR, Jannik Volz)
Seit Januar gibt es Mehrwegverpackungen für Speisen und Getränke auch bei McDonald's. Jannik Volz

Fastfoodketten setzen auf eigene Pfandsysteme

Große Fastkoodketten setzen auch in Ulm und Neu-Ulm auf eigene Mehrwegverpackungen. Bei McDonald's beispielsweise kann in jeder Filiale der Kaffeebecher "ausgeliehen" und an einem beliebigem Standort zurückgegeben werden.

Es laufe noch nicht alles rund und die Nachfrage sei bis jetzt gering, meint Daniel Waszczuk, Gebietsleiter von zehn Filialen von Ulm bis zur Ostalb. Das werde sich aber sicherlich in den kommenden Monaten ändern.

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