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Im Ostalbkreis dürfen ab Montag die Geschäfte wieder öffnen. Die grün-schwarze Landesregierung hat sich am Donnerstagabend darauf geeinigt, dass in Landkreisen mit einer Inzidenz von unter 50 der Einzelhandel schrittweise öffnen kann.

Laut übereinstimmender Auskunft aus den Landratsämtern sollte sich jeder kurz vorher nochmal informieren, was ab Montag wieder möglich sein wird.

Fußgängerzone Aalen (Foto: SWR)
Ab Montag könnte die Fußgängerzone von Aalen wieder voller werden

Im Ostalbkreis geht man bei einem Inzidenzwert von 36 davon aus, dass Einzelhandel und Kultureinrichtungen nächste Woche öffnen dürfen, mit entsprechenden Hygieneregeln. Auch Sport im Freien in Kleingruppen soll möglich sein, wenn die Infektionslage stabil bleibt.

In Ulm, dem Alb-Kreis und dem Kreis Heidenheim liegt der Inzidenzwert derzeit über 50. Dort müssen für den Einkauf und den Museumsbesuch dann Termine vereinbart werden. Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch appelliert an die Bevölkerung, keinen Shopping-Tourismus zu betreiben.

Das Land wird zu einem Einkaufs-Flickenteppich, in dem möglicherweise ein Einkaufstourismus entsteht. Der Kreis Schwäbisch Hall mit der landesweiten höchsten Inzidenz von 141 ist ein Nachbarkreis des Ostalbkreises.

Stufenplan zur Öffnung Baden-Württemberg Stand 4.3.21 (Foto: Landesregierung Baden-Württemberg)
Am Donnerstagabend haben sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann darauf geeinigt, den Lockdown in Kreisen mit niedrigen Inzidenzen zu lockern Landesregierung Baden-Württemberg

CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann hat die stärkere Lockerung des Corona-Lockdowns für Stadt- und Landkreise mit niedrigen Infektionszahlen verteidigt. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. "Den Vorwurf, dass nun ein Flickenteppich entstehe, kann ich nachvollziehen", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Aber das Land sei nun mal von regionalen Besonderheiten und Erwartungen geprägt und die regionalen Inzidenzen gingen sehr weit auseinander. "In einem Flächenland wie Baden-Württemberg wäre es deshalb ungerecht, wenn ein Einzelhändler auf der Ostalb, in Böblingen oder in Freudenstadt bei sehr niedriger Inzidenz nicht öffnen darf, weil der Wert zum Beispiel im Landkreis Schwäbisch Hall momentan noch weit über 100 liegt."

Buchhandlungen in Bayern dürfen öffnen

Und wie geht es auf bayerischer Seite weiter? Nach dem Kabinett muss am Freitagmittag auch noch der bayerische Landtag der neuen Corona-Strategie für die kommenden Wochen zustimmen. Bayern hat sich ebenfalls für einen Stufenplan auf kommunaler Ebene entschieden. Liegt die Inzidenz stabil unter 50, sind mehr Lockerungen möglich, etwa für Schulen, Handel, Kultur oder Sport. Liegt sie über 100, greift eine Notbremse, die wieder einen harten Lockdown in Kraft setzt.

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