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Am 4. Juli wird in Aalen ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Für den OB-Posten gibt es eine Bewerberin und vier Bewerber.

Der bisherige Aalener OB Thilo Rentschler hatte zuvor auf eine zweite Amtszeit verzichtet. Er wurde zum neuen Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg gewählt.

Eine Frau und vier Männer bewerben sich:

Catherine Rommel (CDU) will Vereine stärken

Catherine Rommel hat sich als Letzte beworben. Die Tochter des langjährigen Stuttgarter OBs Manfred Rommel tritt, wie er einst, für die CDU an. Die 56-jährige Stuttgarterin hat Städte und Kommunen bisher beraten, jetzt will sie selbst die Zügel in die Hand nehmen.

Die 56-jährige Catherine Rommel bewirbt sich um den OB-Posten in Aalen. (Foto: Benedikt Walther)
Die 56-jährige Catherine Rommel bewirbt sich um den OB-Posten in Aalen. Benedikt Walther

Rommel will in Aalen die Gemeinschaft stärken - ihre Eckpfeiler: Familie und Ehrenamt. Ihre Überzeugung: "Das Ehrenamt in Aalen hat viele Gesichter in rund 350 eingetragenen Vereinen. Unsere Sport, Musik und Kultur treibenden Vereine brauchen Beständigkeit, gerade auch bei der finanziellen Förderung durch die Stadt."

Frederick Brütting unterstützt von vier Parteien

Er hatte seinen Hut als erster in den Ring geworfen: Frederick Brütting (SPD). Seit neun Jahren ist Brütting Bürgermeister in Heubach, nun traut sich der 37-Jährige eine größere Stadt zu. Der SPD-Mann will Aalens Wirtschaft und Innenstadt beleben, den sozialen Zusammenhalt stärken. Und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe begegnen.

Frederick Brütting, OB-Kandidat (Foto: Frederick Brütting)
Frederick Brütting wird von vier Parteien unterstützt. Frederick Brütting

"Mit mir wird es keine Politik von oben nach unten im Schnelldurchgang geben, sondern Projekte, die gemeinsam von Gemeinderat und Bürgerschaft getragen werden", verspricht Brütting. Er will unterschiedliche Gruppen - von den städtischen Ämtern über die Interessengruppen bis hin zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen - miteinander ins Gespräch bringen, damit sie einander besser verstehen. Auch die Grünen, die FDP und die Linke unterstützen Brüttings Bewerbung.

Marcus Waidmann (AfD) will Bürgerentscheide ermöglichen

Marcus Waidmann - OB-Kandidat für Aalen (Foto: Marcus Waidmann)
Marcus Waidmann setzt auf direkte Bürgerbeteiligung Marcus Waidmann

Marcus Waidmann setzt auf direkte Bürgerbeteiligung: Der 54-jährige AfD-Kandidat hat einen Teil seines Lebens in der Schweiz verbracht. Sein Wahlversprechen an die Aalenerinnen und Aalener: Die Einführung des Bürgerentscheids nach Schweizer Vorbild. "Das gehört zu einer modernen Demokratie, einer modernen Gesellschaft, einem modernen Miteinander", ist Waidmann überzeugt. "Deswegen stehen Bürgerentscheide bei mir ganz oben auf der Agenda. Ich möchte das unbedingt haben. Und ich werde mich dafür einsetzen."


Matthias Müller (parteilos) setzt auf mehr Transparenz

Matthias Müller  (Foto: Matthias Müller)
Matthias Müller will den Verwaltungsapparat beschleunigen. Matthias Müller

Der parteilose 54-jährige Matthias Müller arbeitet im Gemeindevollzugsdienst, kennt die städtische Verwaltung und verspricht den Aalenerinnen und Aalenern mehr Transparenz und Zugänglichkeit: "In vielen Bereichen des Bürgerkontakts können wir noch effektiver werden." Von Bürgerinnen und Bürgerin sowie Unternehmerinnen und Unternehmern werde etwa die langsame Bearbeitung von notwendigen Anträgen bemängelt. Müller würde unter Umständen auch Berater von außen einschalten.


Stefan Schmidt (die Basis) fordert Basisdemokratie

Stefan Schmidt - Kandidat für OB-Wahl in Aalen (Foto: Stefan Schmidt)
Stefan Schmidt fordert eine "direkte und echte Demokratie". Stefan Schmidt

Stefan Schmidt will große Teile der Verwaltung am liebsten abschaffen. Der 55-jährige Gastronom tritt für die Corona-Protestpartei "die Basis" an, prangert Lobby und Seilschaften an und fordert Basisdemokratie: "Wir brauchen eine direkte und echte Demokratie, wo jeder Einzelne sich direkt an allen Entscheidungen beteiligen kann. Die tragenden Säulen hierfür sind: Freiheit respektieren, Machtbegrenzung etablieren, Achtsamkeit fördern und Schwarmintelligenz nutzen."

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