Hinweistafel zur Höhlen- und Eiszeitkunst an der A7 Langenau-Niederstotzingen (Foto: Pressestelle, Landratsamt Ulm)

Schwerpunkt Wandern und Radfahren

Tourismus im Kreis Heidenheim: Hoffnung auf den Urlaub daheim

STAND
AUTOR/IN
Christian Michael Hammer

Urlaub daheim stand schon 2020 und 2021 oft auf dem Reiseplan. Der Landkreis Heidenheim hofft darauf auch in diesem Jahr und will bei den Gästezahlen wieder an Vor-Corona-Zeiten anknüpfen.

Corona und die Regelungen waren in den vergangenen beiden Jahren ein richtiger Schlag ins Kontor, doch die Tourismusbeauftragte im Kreis Heidenheim, Monika Suckut, ist nun optimistisch. Die Gästezahlen des vergangenen Sommers stimmen sie für dieses Jahr positiv. Sie hoffe, dass die Übernachtungszahlen im Landkreis Heidenheim wieder an die Vor-Corona-Marke von 2019 anknüpfen können. Damals waren es 222.000, so Suckut.

Landkreis Heidenheim will mit Wanderwegen punkten

Besonders gefragt waren im Landkreis Heidenheim 2020 und 2021 Wandern und Radfahren. Da sehe sich der Landkreis gut aufgestellt, wolle aber den Albtäler-Radweg und auch den Albschäferweg weiter ausbauen. "Diese zwei Aushängeschilder sind Gründe, warum Menschen bei uns übernachten", erklärt Suckut.

Das Höhlenhaus vor der Charlottenhöhle auf der Schwäbischen Alb (Foto: SWR, Frank Wiesner)
Auch die Charlottenhöhle bei Hürben, einem Stadtteil von Giengen, zieht viele Besucher an.

Langsame, aber stetige Erholung des Tourismus

Auch andere Verbände in Ostwürttemberg geben sich verhalten optimistisch. Der Geschäftsführer des Tourismusverbands der Schwäbischen Alb, Louis Schumann, ist zufrieden, dass die Alb und der Großraum Ulm mit die besten Besucherzahlen in Baden-Württemberg haben. In Ulm und dem Alb-Donau-Kreis sind die Übernachtungszahlen mit am schnellsten angewachsen.

Coronabedingt haben die Menschen Urlaub in der Region wiederentdeckt, so Schumann. Davon wird in Zukunft auch etwas bleiben, da ist er sich sicher. "Urlaub daheim" bleibe im Trend. Auch die wegen des Ukraine-Krieges derzeit hohen Spritpreise beeinflussen Schumann zufolge die Reiseplanungen vieler Baden-Württemberger.

"Man überlegt sich zweimal, ob man lange Strecken fährt oder lieber doch einfach in der Region ein paar schöne Tage verbringt".

Laut einer Studie des Tourismusnetzwerks Baden-Württemberg wollen etwa zwei Drittel der Bundesbürger im Sommer verreisen. Im Vergleich zu vor Corona wollen dreimal mehr Menschen unter 30 Jahren das eigene Land oder die eigene Region bereisen als noch 2019. Das nötige Geld für den Urlaub haben die Menschen, heißt in der Studie.

Ulm

Hoffnung auf den Herbst Tourismusbilanz in der Region durch Corona und schlechtes Wetter getrübt

In diesem Jahr wollen viele ihren Sommerurlaub in Deutschland verbringen. Das hat sich auch in der Region positiv niedergeschlagen. Aber es gab auch teilweise deutliche Einbußen.

Münsingen

Gastgeber und Touristiker zuversichtlich Viele Buchungen für Winterurlaub auf der Schwäbischen Alb und im Nordschwarzwald

Trotz Pandemie sind Winterurlaube möglich. Auf der Schwäbischen Alb in Münsingen (Kreis Reutlingen) und in Freudenstadt schauen die Gastgeber optimistisch in die Weihnachtsferien.

STAND
AUTOR/IN
Christian Michael Hammer