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Nach einer Trauerfeier Mitte Juli in Schwäbisch Gmünd gibt es immer mehr Corona-Infizierte. Wie das Landratsamt des Ostalbkreises am Montag mitteilte, seien inzwischen 100 Fälle bekannt.

Im Ostalbkreis gibt es 14 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, die in Zusammenhang mit einer Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd Mitte Juli stehen. Nach Mitteilung des Landratsamtes des Ostalbkreises erhöhte sich damit die Gesamtzahl der Infizierten auf 100.

Ein Moscheegebäude an einer Straße (Foto: onw-images, Marius Bulling)
Bei einer Trauerfeier bei der Schwäbisch Gmünder Moschee haben sich viele Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. onw-images, Marius Bulling

Noch 58 aktive Corona-Fälle

Mehrere Betroffene seien mittlerweile genesen und aus der häuslichen Isolation entlassen worden, hieß es weiter. Derzeit gebe es im gesamten Landkreis noch 58 aktive Corona-Fälle. Mitarbeiter der betroffenen Kommunen kontrollieren nach Angaben einer Sprecherin, ob die Infizierten sich an die häusliche Isolation halten. Denn einige Besucher der Trauerfeier stammten auch aus den Nachbar-Landkreisen Rems-Murr-Kreis, Göppingen und Reutlingen. Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat zudem Regeln für Trauerfeiern erlassen. So müssen ab 50 Gästen Teilnehmerlisten erstellt werden, erläuterte eine Sprecherin des Landratsamts. Auch Mundschutz ist Pflicht.

Alle Tests in Grundschule Hardt negativ

Inzwischen liegt auch das zweite Testergebnis aus der Grundschule Hardt vor, so die Behörde weiter. Da es erneut negativ war, dürfen alle Schülerinnen und Schüler ihre Quarantäne beenden. Wie viele Menschen insgesamt an der Trauerfeier am 14. Juli bei der Schwäbisch Gmünder Ditib-Moschee teilgenommen haben, ist weiter unklar. Laut Landratsamt sollen es weit mehr als 100 Menschen gewesen sein. Das Gesundheitsamt sucht nach weiteren Kontaktpersonen. Auf ihrer Facebook-Seite hatte die Ditib-Gemeinde ihre Mitglieder dazu aufgerufen, in Quarantäne zu bleiben. In der Moschee wurden Gebete umgehend ausgesetzt.

Regeln einhalten

Mit einem regionalen Lockdown rechnet der Ostalbkreis dennoch vorerst nicht. Erst bei 157 Neuinfektionen innerhalb einer Woche müsste der Ostalbkreis die Corona-Maßnahmen wieder drastisch verschärfen. Das Landratsamt weist zudem erneut darauf hin, dass es - vor allem mit Blick auf die zunehmende Zahl an Urlaubsheimkehrern - wichtig sei, Abstands- und Hygieneregeln konsequent zu beachten.

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