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Der Bau des neuen Forschungsgebäudes für die Trauma-Wissenschaften an der Universität Ulm kann beginnen. Dort sollen künftig neue Therapien für die Behandlung nach schweren Verletzungen entwickelt werden.

So soll das geplante Forschungsgebäude am Oberen Eselsberg in Ulm künftig aussehen (Foto: Architekten Heinle, Wischer und Partner Stuttgart)
Visualisierung: So soll das geplante Forschungsgebäude am Oberen Eselsberg in Ulm künftig aussehen Architekten Heinle, Wischer und Partner Stuttgart

Das Finanzministerium erteilte laut Mitteilung vom Montag die Baufreigabe. Das Zentrum soll Forschenden aus Medizin und Naturwissenschaften die Arbeit auf hohem Niveau ermöglichen, heißt es in der Mitteilung des baden-württembergischen Ministeriums für Finanzen.

Überregionale Bedeutung der Traumaforschung

Den Planungen zufolge wird mit Gebäudekosten einschließlich Geräteausstattung in Höhe von insgesamt 73 Millionen Euro gerechnet. Aufgrund der überregionalen Bedeutung wird der Forschungsneubau laut Mitteilung zur Hälfte durch Bundesmittel finanziert. An der Finanzierung beteiligen sich außerdem das Land Baden-Württemberg und die Universität Ulm.

"Der Neubau für die Trauma-Wissenschaften wird ein Aushängeschild für die Spitzenforschung in Ulm."

Finanzministerin Edith Sitzmann

Neue Therapien entwickeln

Im Jahr 2024 soll der Neubau an der Universität Ulm in Betrieb genommen werden. Mehr als 200 Mediziner und Naturwissenschaftler sollen in dem Forschungsgebäude die Reaktionen des Körpers auf schwere Verletzungen zum Beispiel nach Verkehrsunfällen erforschen. Ziel sind neue Therapien, die auf die individuellen Verletzungen und Vorerkrankungen der Patienten abgestimmt sind.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtern

In dem Neubau sollen unter anderem Labore für die biomedizinische Forschung, für bildgebende Verfahren sowie ein Studienzentrum entstehen, in dem Patienten untersucht werden können. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Disziplinen wie zum Beispiel der Chirurgie und der Psychologie soll künftig erleichtert werden.

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