Arbeitskreis Ausländische Kinder

Während Corona: So funktioniert Nachhilfe für benachteiligte Kinder in Ulm

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Wenn Schule fast nur zu Hause stattfindet, fallen vor allem Kinder mit Migrationshintergrund durch den Rost. Um solche Kinder kümmern sich häufig Vereine, wie in Ulm der Arbeitskreis Ausländische Kinder.

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Was auf den ersten Blick aussieht, wie ganz normaler Intensiv-Unterricht, ist in Wirklichkeit eine Mischung aus Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung. Alltag für mehr als 100 Kinder und 40 ehrenamtliche Helfer. Normalerweise sind es sogar doppelt so viele Kinder, aber wo es sonst wuselt, dürfen unter Corona-Bedingungen nur Kinder aus einem Haushalt gemeinsam in einen Raum. Untergekommen ist der Verein im ehemaligen Ulmer Militärgefängnis.

"Jetzt wegen Corona gehen wir nicht in die Schule, wir drucken die Blätter für die Hausaufgabe am Computer und arbeiten dann zu Hause."

Dort kommen die Kinder zusammen, die daheim nicht mit den modernen Mitteln der Kommunikation gesegnet sind, die weder über Computer, noch über Wlan verfügen. Häufig sind es Kinder aus Flüchtlingsfamilien, bei denen dann noch die Sprachbarriere dazukommt. Ein oder zwei Mal pro Woche kommen sie für ein paar Stunden zusammen, weil sie am elektronischen Unterricht nicht teilnehmen können und hier die Ausstattung nutzen.

"Wenn wir zum Beispiel Schwierigkeiten in Mathe haben, dann google ich mal auf dem Computer und dann sage ich es Leonie, und Leonie hilft uns einfach auf dem Computer."

Laptops und Drucker wurden gespendet

Für Betreuerin Leonie ist die Situation auch noch ungewohnt. Denn die zehn Laptops hat der Verein gerade erst als Spende bekommen. Das digitale Zeitalter kommt auch hier an. Die Geräte richtig einzusetzen, das muss allerdings erstmal Alltag werden. Den Kindern die neuen Laptops mitgeben, das sei aber keine Alternative - noch nicht, sagt Meike Baumgartner-Kastrati vom Arbeitskreis: "Es ist einfach die Problematik, dass viele Kinder gar kein Internet zu Hause haben. Und dann bringt es nicht viel, wenn die Kinder einen Laptop mitnehmen." Auch der Drucker ist eine Spende - ein Segen für alle, die sonst die Arbeitsblätter abschreiben müssten.

Dem Verein würde es aber - wie allen - auch helfen, wenn endlich wieder das frühere Gewusel Alltag wäre.

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