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Nach dem Tod des Dreijährigen in der Rems in Schwäbisch Gmünd wird ein Zaun zwischen dem Fluss und einem Spielplatz am Ufer erneuert. Bislang gibt es nur ein durchlässiges Holzgerüst.

Außerdem werde der Spielplatz nicht mehr von Kindergärten aus der Stadt aufgesucht, das erklärte am Mittwoch ein Sprecher der Stadtverwaltung.

Dreijähriger leblos aufgefunden

Der Dreijährige war am Montag beim Ausflug einer Gruppe unbemerkt zu einem nahegelegenen Spielplatz am Remsufer gegangen. Wenig später war er leblos im Wasser gefunden worden. Trotz Reanimationsmaßnahmen verstarb der Junge im Krankenhaus.

Betreuer und Eltern psychologisch betreut

Nach dem Unglück in Schwäbisch Gmünd wurden die Betreuer des betroffenen Kindergartens und die Eltern von einem Psychologen betreut. Die Mitarbeiter seien "mehr als traumatisiert", hieß es.

Bereits kurz nach dem Vorfall seien drei Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams und zwei Notfallseelsorger am Ort gewesen, teilte die Stadt mit. Der Kinder- und Jugendpsychologe Thomas Fuchs steht nach dem Einsatz im Kinderhaus für Fragen der Eltern und Erzieherinnen bereit.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Noch keine Obduktionsergebnisse

Der dreijährige Junge ist am Dienstag obduziert worden. Ein Ergebnis wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Ermittler versuchen unterdessen, den Hergang des Unglücks zu rekonstruieren. Nur wenige Dutzend Meter sind es vom Spielplatz bis ans Ufer der Rems. Bisher trennt nur ein hüfthohes Holzgerüst den Spielplatz vom Wasserlauf. Dort war am Montag auch der leblose Körper des Dreijährigen geborgen worden.

Es scheint wahrscheinlich, dass das Kind ertrunken ist, allerdings müsse man die Ergebnisse der Obduktion abwarten, hieß es.

Schild an einer Kette vor der Rems, "Vorsicht Hochwasser, Durchgang gesperrt" neben einem Kinderspielplatz (Foto: SWR, Frank Polifke)
An dieser Stelle ist der Junge vermutlich zur Rems gelangt Frank Polifke

Inwieweit sich die Erzieherinnen des Kindergartens schuldig gemacht haben, wird sich erst herausstellen, wenn sie befragt wurden. Sie stehen nach wie vor unter Schock und waren bisher nicht vernehmungsfähig.

Kindergarten-Gebäude in Schwäbisch Gmünd (Foto: SWR, Frank Polifke)
Die Menschen im betroffenen Kindergarten werden am Dienstag von einem Psychologen betreut. Frank Polifke

Gewohnte Umgebung für Kinder wichtig

Der Kindergarten hatte am Morgen nach dem Unglück wieder regulär seinen Betrieb aufgenommen. Gerade in solch schwierigen Situationen sei es für die Kinder wichtig, eine gewohnte Umgebung mit vertrauten Erzieherinnen zu haben, hatte der Erste Bürgermeister Joachim Bläse (CDU) noch am Montagabend erklärt.

Kinderspielplatz mit Rutschen und Holz-Klettermöglichkeiten, sowie großer Sandplatz (Foto: SWR, Frank Polifke)
Eine einzelne rote Kerze steht vor dem Kinderspielplatz nahe der Rems Frank Polifke

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