Angeklagter sitzt in einem Gerichtssaal, zwischen Verteidigerin und Justizvollzugsbeamten. Der Angeklagte im Mordprozess von Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) wurde zu lebenslanger Haft verurteilt (Archivbild) - jetzt hat seine Anwältin Revision gegen das Urteil eingelegt. (Foto: dpa Bildfunk, Felix Kästle)

Anwältin behält sich Rechtsmittel vor

Mordprozess Illerkirchberg: Angeklagter legt Revision gegen Urteil ein

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Der Angeklagte im Mordprozess von Illerkirchberg hat Revision gegen seine Verurteilung zu lebenslanger Haft eingelegt. Das teilte eine Sprecherin des Landgerichts Ulm am Montag mit.

Im Mordprozess von Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) hat die Anwältin des 27-jährigen Angeklagten Revision gegen das Urteil eingelegt. Wie eine Sprecherin des Landgerichts Ulm dem SWR bestätigte, ging die Revision innerhalb der Ein-Wochen-Frist ein. Zuerst hatte die "Südwest Presse" berichtet. Die Zeitung zitierte die Anwältin des Angeklagten folgendermaßen: Man wolle das schriftliche Urteil lesen, bevor abschließend über die Durchführung des Rechtsmittels entschieden werde.

Mordprozess Illerkirchberg: Angeklagter zu lebenslanger Haft verurteilt

Das Landgericht Ulm hatte den angeklagten 27-jährigen am vergangenen Dienstag (4.7.) wegen Mordes an einer 14-Jährigen in Illerkirchberg und versuchten Mordes an einer 13-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist in der Regel eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen.

Der Mann hatte im Dezember vergangenen Jahres die 14-jährige Schülerin und ihre 13-jährige Freundin nach Überzeugung des Gerichts mit einem Messer angegriffen. Die Ältere erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ihre Freundin hatte bei dem Angriff verletzt fliehen können.

Der Angeklagte war 2015 als Asylbewerber aus Eritrea nach Deutschland gekommen. Ob er im Verlauf seiner Haftstrafe in sein Heimatland abgeschoben wird, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft offen.

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