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Die Mohrengasse in der Ulmer Innenstadt soll ihren Namen behalten. Dafür hat sich der Ältestenrat ausgesprochen. Zuvor hatte dies bereits die Arbeitsgruppe für Straßenbenennung empfohlen.

Schild Mohrengasse im Hintergrund Schwörhaus (Foto: SWR)
Wenn es nach dem Ältestenrat geht, soll die Mohrengasse in der Ulmer Innnenstadt ihren Namen behalten

Der Ältestenrat habe die entsprechende Empfehlung der Arbeitsgruppe für Straßenbenennung zur Kenntnis genommen, sagte Kulturbürgermeisterin Iris Mann dem SWR nach der Sitzung am Montag. Lege in den kommenden zehn Tagen keine Gemeinderatsfraktion ihr Veto ein, werde die Empfehlung der Arbeitsgruppe umgesetzt, den Namen zu belassen, so Mann.

Kulturbürgermeisterin Mann: Begriff von Ursprung her nicht rassistisch

Sie selbst hatte zuvor in einem SWR-Interview gesagt, der Begriff sei von seinem Ursprung her nicht rassistisch gemeint. Er sei allerdings im Laufe der Zeit im Sprachgebrauch immer wieder umgedeutet worden. Deshalb sei es verständlich, dass sich Menschen heutzutage dadurch diskriminiert oder angegriffen fühlten. Dies sei absolut nicht gewollt.

Zusatzschild und Pro- und Contra-Debatte

Zu der Empfehlung der Arbeitsgruppe, den Namen Mohrengasse gehöre deshalb auch, die Herkunft des Begriffes auf einem Zusatzschild zu erläutern. Außerdem sei auch eine öffentliche Pro- und Contra-Veranstaltung zu der umstrittenen Frage - Umbenennung oder nicht - geplant, so die Ulmer Kulturbürgermeisterin.

Die Ulmer SPD-Gemeinderatsfraktion hatte, im Zuge der aktuellen Rassismusdebatten, einen Antrag zur Umbennung der Mohrengasse gestellt und damit eine kontroverse Diskussion in Ulm angestoßen.

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