Der Lottstetter Klaus Weigand ist mit seinem nachgebauten Laufrad in Ulm angekommen.  (Foto: SWR, Christian Hammer )

Spendenaktion für die Ukraine

Klaus Weigand erreicht Ziel seiner Friedensmission per Laufrad in Ulm

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Klaus Weigand hat das Laufrad von Karl von Drais nachgebaut und ist damit von Donaueschingen nach Ulm gefahren. Auf seiner Tour hat er Spenden für die Ukraine gesammelt.

Geschafft: Klaus Weigand wischt sich auf dem Ulmer Münsterplatz über die verschwitze Stirn. Er ist mit seinem Laufrad aus Holz rund 190 Kilometer an der Donau entlanggefahren. In seinem historischen Anzug aus dem 19. Jahrhundert, natürlich Zylinder, und dem Rad fällt er bei diesem heißen Wetter in Ulm auf. Lachend sagt er: "Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber vom Sitzen her war es sehr unbequem."

Glücklich und erschöpft am Ziel in Ulm: Klaus Weigand mit seinem Laufrad (Foto: SWR, Christian Hammer )
Die Bremse schraubt Weigand wieder ab. Was dann mit seinem selbstgebauten, historischen Laufrad passiere, wisse er jetzt noch nicht. Vielleicht spende er es an den Fahrradverein in seiner Gemeinde. Christian Hammer

"Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber vom Sitzen her war es sehr unbequem."

Die Idee, das Rad aus dem Jahr 1817 detailgenau nachzubauen, hatte der pensionierte Handwerker schon vor Corona. "Ich wollte es mir und meinen ehemaligen Mitarbeiter beweisen, dass ich nicht nur als Chef im Büro sitzen kann, sondern handwerklich immer noch viel drauf habe", erzählt Weigand. Bis auf die Bremse, die er wegen der nötigen Verkehrssicherheit angebracht hat, ist alles wie im Original.

Neun Tage im Sattel aber glücklich in Ulm zu sein

Neun Tage brauchte er mit dem außergewöhnlichen Laufrad nach Ulm. Mit viel Elan sei er in Donaueschingen aufgebrochen, erzählt er. Jetzt spürt er seine Oberschenkel aber doch sehr. "Auf die Dauer merkt man auch, dass das Sitzen immer schwerer wird." Der Komfort auf dem Sattel sei begrenzt. "Umso schöner ist es, dass ich jetzt angekommen bin und noch etwas Gutes getan habe". Seine Frau, seine Töchter und Enkel sind gekommen, um ihn abzuholen. Ehefrau Gerda war zwischendurch auch mit dem Auto, sozusagen als Begleitfahrzeug, mit dabei.

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Radprojekt mit Spendensammlung für Ukraine verbunden

Unterwegs sammelte er Spenden für Geflüchtete aus der Ukraine, die in seiner Heimatgemeinde Lottstetten untergekommen sind. Für die Spenden hatte er extra einen kleinen Anhänger an sein Laufrad angehängt. Darin befindet sich eine vom Bürgermeister persönlich versiegelte Geldkassette, damit auch alles mit rechten Dingen zugeht. Zurück in Lottstetten will Weigand die Spenden an die Gemeinde übergeben. "Jetzt gibt es aber erst mal ein kühles Ulmer Bier", sagt Weigand.

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