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Forschende der Uni Ulm haben die Verträglichkeit von Corona-Mischimpfungen untersucht. Nach der Erstimpfung mit Astrazeneca bekamen Probanden als zweite Dosis Biontech.

Laut einer Sprecherin der Uni untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 26 Probanden. Dabei handelt es sich um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik zwischen 25 und 46 Jahren.

Die Probanden wurden zunächst mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft. Laut einem Bericht der "Südwest-Presse" sind übliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber aufgetreten. Acht Wochen später erhielten die Probanden dann die Zweitimpfung mit Biontech. Daraufhin seien kaum Nebenwirkungen festgestellt worden. Auch die Wirksamkeit des Impfstoffs sei enorm hoch, heißt es.

Uni Ulm: Forschungsergebnisse sind eindeutig

Trotz der kleinen Fallzahl sind die Daten laut der Sprecherin der Uni überzeugend, da bei allen Probanden dieselben Ergebnisse herauskamen. Die Studie ist noch nicht offiziell veröffentlicht und befindet sich momentan noch in einem Begutachtungsverfahren.

Das dreiköpfige Forscherteam um Dr. Janis Müller am Institut für Molekulare Virologie wollte eigentlich die Verträglichkeit der Astrazeneca-Impfung genauer anschauen. Doch das änderte sich mit der neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (Stiko), das Vakzin nur noch an Menschen über 60 Jahren zu verimpfen. Zuvor hatte es Fälle von Sinusvenenthrombosen gegeben. Sie gelten als seltene Nebenwirkung der Astrazeneca-Impfung. Die Stiko riet anschließend zu einem Wechsel des Impfstoffs bei der zweiten Impfung.

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