STAND

Seit Freitag wird das Vakzin von Astrazeneca auch in Deutschland wieder verimpft. Die Ständige Impfkommission mit dem Ulmer Vorsitzenden Thomas Mertens hält das für richtig, Geimpfte sollten aber auf ein paar Dinge achten.

Alarmsignale seien ungewöhnlich starke Kopfschmerzen an den Tagen nach der Impfung oder blaue Flecken auf der Haut, die auf Blutungen hinweisen, so Mertens im SWR-Interview. Betroffene mit diesen Symptomen sollten umgehend einen Arzt aufsuchen. Eine Thrombose könne in einem frühen Stadium noch gut behandelt werden.

Video herunterladen (3,3 MB | MP4)

Die Ständige Impfkommission (Stiko) unterstütze aber die Warnhinweise der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und spreche sich weiterhin für Impfungen mit Astrazeneca aus - allerdings mit "gewissen Vorsichtsmaßnahmen". Die EMA hatte am Donnerstag die Sicherheit des Impfstoffs zwar bekräftigt, wies aber auch darauf hin, dass er in möglichen seltenen Fällen Hirnvenenthrombosen bei Frauen unter 55 Jahren verursachen könnte.

Besonderes Risiko für Frauen, die rauchen oder die Pille nehmen

Dennoch wisse man derzeit noch nicht genau, ob die Impfungen tatsächlich die Thrombose-Fälle ausgelöst hätten, betonte Thomas Mertens. Diese so genannten Sinusthrombosen kämen bei jungen Frauen, die rauchen oder die Antibabypille nehmen, mit einer gewissen Anzahl vor. Ein höheres Risiko hätten auch Menschen, die schon einmal eine Thrombose hatten oder unter einer Verminderung der Blutplättchen leiden. Unterdessen wollen Greifswalder Forscher anhand von Blutproben eine mögliche Ursache für solche Thrombosen gefunden haben.

Den dreitägigen Impfstopp mit Astrazeneca, den das Gesundheitsministerium verhängt hatte, bezeichnete der Stiko-Leiter als "vorsorgliche und vorsichtige Reaktion, aber man kann in keinem Fall sagen, dass es falsch war". Die Ständige Impfkommission sei in diese Entscheidung nicht eingebunden gewesen.

Ulm

Ulmer Virologe kritisiert veränderte Priorisierung Stiko-Chef Mertens: Bundesländer setzen sich über Corona-Impfverordnung hinweg

Die Corona-Impfreihenfolge wurde auch im Baden-Württemberg zuletzt immer weiter aufgeweicht. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, der Ulmer Virologe Thomas Mertens, hat die Landesregierungen dafür nun kritisiert.  mehr...

Ulm, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim, Aalen, Neu-Ulm

Das Coronavirus und die Folgen für die Region Ulm und Ostwürttemberg Live-Blog zum Coronavirus: Verschärfte Corona-Regeln im Kreis Donau-Ries

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf den Alltag rund um Ulm, Neu-Ulm, Heidenheim, Aalen und Schwäbisch Gmünd? In unserem Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen zusammen.    mehr...

Ulm

In Ulm, Aalen, Heidenheim und Ehingen Impfzentren in der Region: Astrazeneca kommt wieder zum Einsatz

Neustart nach Notstopp: Am Impfzentrum Ulm wird wieder mit Astrazeneca geimpft. Trotz der dreitätigen Pause und der schnellen Wiederaufnahme nehmen fast alle ihre Impftermine wahr.  mehr...

Stuttgart

Termin in der Stuttgarter Liederhalle Kretschmann gegen Corona geimpft - Impfvorgang "wirklich harmlos"

Ministerpräsident Kretschmann hat am Freitag seine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Zum Einsatz kam der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca.  mehr...

Berlin

Einigungen zwischen Bund und Ländern Impfgipfel: Hausärzte sollen nach Ostern mit Impfungen beginnen

Nach dem Impfgipfel von Bund und Länder steht fest, dass Hausärzte nach Ostern ein wichtiger Teil der Impfstrategie werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte außerdem, dass wegen der vielen Neuinfektionen jetzt die Corona-Notbremse gezogen werden müsse.  mehr...

Es wird wieder geimpft Corona-Impfstoff Astrazeneca: Was Sie in Baden-Württemberg jetzt wissen müssen

In Baden-Württemberg wird seit Freitagfrüh wieder mit Astrazeneca gegen Corona geimpft. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und das Bundesgesundheitsministerium gaben grünes Licht.  mehr...

STAND
AUTOR/IN