Die Stadt Ulm führt bei Corona-Demos ab sofort eine Maskenpflicht ein. (Archivbild) (Foto: IMAGO, IMAGO / Arnulf Hettrich)

Montags und freitags während Veranstaltungen

Wegen Corona-Demos: Ulm verhängt Maskenpflicht in der Innenstadt

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Die Stadt Ulm hat mit Demonstrierenden gegen die Corona-Maßnahmen bisher Milde walten lassen, trotz Regelverstößen. Doch nun führt sie eine Maskenpflicht ein.

Gut 5.000 Menschen waren es am vergangenen Freitagabend, die durch Ulm und Neu-Ulm zogen. Impfgegner und Kritiker der Corona-Maßnahmen, die ihrem Ärger häufig ohne Abstand und Masken Luft machten. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Stadt Ulm erlässt eine Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht in der Innenstadt. Nähere Infos dazu unter

Ulm reagiert gezielt auf Corona-Demos

Die Stadt reagiert auf die wachsende Zahl der Demonstrierenden ab sofort mit einer Maskenpflicht in der Ulmer Innenstadt. Sie gilt immer dann, wenn die unangemeldeten Protestmärsche normalerweise stattfinden: montags zwischen 17:45 und 20 Uhr sowie freitags zwischen 18:45 und 21 Uhr.

Die Allgemeinverfügung geht über die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg hinaus, die eine Maske im Freien derzeit nur dann vorschreibt, wenn der Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Die Stadt hält die Maskenpflicht für "ein geeignetes, im Vergleich zu einer Untersagung von 'Spaziergängen' milderes Mittel".

In diesem Bereich der Ulmer Innenstadt gilt die Maskenpflicht. (Foto: Stadt Ulm)
In diesem Bereich der Ulmer Innenstadt gilt die Maskenpflicht.

"Provokationen und die bewusste Missachtung von Regeln und Gesetzen nehmen zu. Das ist eine unerträgliche Entwicklung, der entgegnet werden muss."

In der Mitteilung der Stadt schwingt auch eine Portion Ärger mit. Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) führt als Grund für die Verfügung unter anderem "Provokationen und die bewusste Missachtung von Regeln und Gesetzen" an. "Das ist eine unerträgliche Entwicklung, der entgegnet werden muss". Ulm dürfe nicht Ziel eines Protesttourismus werden. Wer sich nicht daran hält, muss ein Bußgeld von bis zu 250 Euro zahlen, so die Stadt.

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SWR