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In der Maskenaffäre um den Neu-Ulmer Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein ermittelt die Münchner Generalstaatsanwaltschaft gegen einen aus dem Kreis Neu-Ulm stammenden Unternehmer. Das berichtet die "Neu-Ulmer Zeitung".

Dabei soll es sich um einen 53-Jährigen handeln, der eine Beraterfirma in München betreibt und Präsidiumsmitglied des Lobbyisten-Vereins Internationaler Wirtschaftssenat ist.

Provision über Firmengeflechte zugeschanzt

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins soll Nüßlein laut "Neu-Ulmer Zeitung" über sein Firmengeflecht mehr als 600.000 Euro Provision für Masken-Geschäfte mit dem Bundesgesundheitsministerium, den Landesgesundheitsministerien von Bayern und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bundespolizei zugeschanzt haben.

Georg Nüßlein (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache)
Georg Nüßlein soll durch das Firmengeflecht des Unternehmers Provision im sechsstelligen Bereich erhalten haben. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache

Die beiden seien in dem Ermittlungsverfahren von Anfang an als Beschuldigte geführt worden. Der aus dem Kreis Neu-Ulm stammende Unternehmer werde bei der Generalstaatsanwaltschaft München inzwischen als dritter Beschuldigter geführt, so die Zeitung mit Verweis auf Justizkreise.

Durchsuchung in München

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte bestätigt, dass es am Mittwoch eine weitere Durchsuchung in München gegeben habe. Vor zwei Wochen hatte die Generalstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Nüßlein und einen zweiten, damals nicht benannten Beschuldigten zunächst 13 Objekte in Deutschland und in Liechtenstein durchsuchen lassen. Es geht um den Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern bei Geschäften mit Corona-Schutzmasken.

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