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Viele Geschäfte haben geschlossen, die Wochenmärkte aber dürfen öffnen. In der Corona-Krise sind die Märkte ein bisschen Normalität. Für die Marktbeschicker ist dagegen nichts normal.

Das Coronavirus soll zwischen Verkäuferinnen, Kundschaft, Obst und Gemüse keine Chance haben. Deswegen müssen die Beschicker des Ulmer Wochenmarkts, der mittwochs und samstags auf dem Münsterplatz stattfindet, besondere Vorkehrungen treffen. Was das in der Praxis heißt, wie viel Arbeit hinter einem "coronagerechten Marktstand" steckt, erzählt die Ulmer Gärtnerin Kerstin Gairing.

Hinweisschilder von Marktbeschickern in Ulm (Foto: SWR, Doris Riedmüller)
Doris Riedmüller

Schutzhandschuhwechsel im Halbstundentakt

Noch verzichten die Marktfrau und ihre Verkäuferinnen auf einen Mundschutz, dafür wechseln sie ihre Handschuhe im Halbstundentakt. Außerdem gibt es eine Kasse mit Extrapersonal.

Trennung von Geld und Gemüse

Geld und Gemüse sind getrennt und die Kundschaft muss nicht drängeln. Es komme auch vor, dass Kunden die vorgeschriebene Abstände von 1,50 Meter am Stand missverstehen und sich dazwischen schieben. Der Aufwand lohne sich aber, die Kundschaft komme, so Gairing. Viele würden offenbar mehr zuhause kochen. Kartoffeln liefen gerade besonders gut - die könne man gut lagern, fast so lange wie Nudeln.

Nachschub gesichert

Ein Versorgungsproblem sieht Kerstin Gairing nicht. Auf dem Großmarkt, so die Gärtnerin, bekomme sie im Moment noch alles für ihr Sortiment. Aus dem eigenen Gewächshaus kämen derzeit Küchenkräuter und Salat.

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