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Klimaaktivisten der Ulmer Fridays-for-Future-Bewegung machen Druck: Seit Donnerstagabend campieren sie vor dem Rathaus und wollen erst wieder weg, wenn sich die Stadt mehr für den Klimaschutz einsetzt.

Die Aktivisten wollen in ihrem Klima-Camp so lange bleiben, bis der Gemeinderat für die Stadt den Klima-Notstand ausruft und mehr in den Klimaschutz investiert. Ab dem Schulstart am Montag soll die Rund-um-die-Uhr-Aktion im Schichtbetrieb besetzt werden.

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"Wir sind wütend, dass Autos immer noch die König*innen unserer Straßen sind. Wir streiken bis unsere Innenstadt autofrei ist und das Pariser Klimaschutzabkommen eingehalten ist!", heißt es unter anderem in einer Mitteilung der Umwelt-Aktivisten.

Oberbürgermeister Czisch mit Verständnis, aber auch Kritik

Die Stadt hatte die Aktion unter Auflagen genehmigt. Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) äußerte in einer Mitteilung Verständnis für die Aktion, fand jedoch auch kritische Worte: "Aber ich sehe auch die Probleme und das Konfliktpotential, das eine Mahnwache rund um die Uhr für diesen Ort und die Beteiligten bedeutet. Wir als Stadt müssen auch die Interessen der umliegenden Gastrobetriebe, der Geschäfte und der Anwohner im Blick haben." Ähnliche Mahnwachen gibt es bereits in Augsburg und Freiburg.

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