Gebäude des Staufer-Klinikums Ostalb (Foto: Pressestelle, Kliniken Ostalb)

Wieder mehr Krankenbesuche trotz Corona

Kliniken und Heime der Region lockern die Besuchsregeln

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Das baden-württembergische Sozialministerium hat die Besuchsregelungen gelockert. Die Krankenhäuser und Pflegeheime etwa in Ulm, Aalen und Heidenheim lassen wieder mehr Besuche zu.

Wer im Krankenhaus oder Pflegeheim ist, darf sich wieder auf mehr Gesellschaft freuen. Grundsätzlich ist die Zahl der Besuche nicht mehr auf zwei pro Tag begrenzt. Die Inzidenzen spielen keine Rolle mehr, es gilt aber weiter die 3G-Regel. Im Pflegeheim Bethesda an der Ulmer Donau stehen die Türen offen. Niemand muss am Empfang seinen Impfstatus mitteilen, so Einrichtungsleiter Volker Ehret.

Mädchen besucht die kleine Schwester im Krankenhaus (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/imageBROKER)
Auch Geschwister können wieder häufiger Krankenbesuche machen (Sujetbild) picture alliance/imageBROKER

Eigenverantwortung und Stichproben im Ulmer Bethesda

"Besucher sind selbst dafür verantwortlich, dass sie die Einrichtung nur dann betreten, wenn sie geimpft oder genesen sind oder einen Test haben durchführen lassen", erklärt Ehret. Dabei verweist er auch auf die hohe Impfquote von 90 Prozent bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Bethesda. Deshalb sind auch Gruppenaktivitäten im Ulmer Pflegeheim schon länger wieder möglich. Ihre Sicherheit sei gewährleistet. Im September soll die dritte Corona-Impfung angeboten werden und ungeimpftes Pflegepersonal muss sich nun vier statt bisher dreimal pro Woche auf Viren testen.

Impfstart im Bethesa-Krankenhaus in Ulm (Foto: SWR)
Wieder mehr Besuche im Ulmer Bethesda

Auch an den Ostalbkliniken reagiert man auf die neuen Lockerungen für Krankenbesuche gelassen. Klinikchef Professor Ulrich Solzbach findet sie grundsätzlich gut, warnt aber vor Kontakten mit besonders verletzlichen Patientinnen und Patienten. "In bestimmten vulnerablen Bereichen - Stichwort Intensivstation - oder wenn immungeschwächte Patienten da sind, muss man sich überlegen, ob man dann überhaupt Besuche haben möchte", so der Vorstandsvorsitzende des Klinikverbunds im Ostalbkreis. Medizinische Masken seien ohnehin weiter Pflicht.

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Schnelltests nur noch 24 Stunden gültig

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss das dritte G vorweisen: getestet. Dabei darf der Antigentest jetzt nicht älter als 24 Stunden sein. Bisher verfiel er erst nach 48 Stunden. Klinikchef Solzbach bewertet diese Verkürzung "für Patienten und für die Sicherheit der Kliniken sehr positiv". Allerdings bedeutet die neue Regel auch mehr Verwaltungsaufwand, weil die Kliniken wie in Aalen oder Heidenheim mehr Tests für die Belegschaft stemmen müssen. Außerdem müssen Besuche in Krankenhäusern stärker kontrolliert werden als in Heimen, wo es naturgemäß weniger Wechsel und Durchlauf gibt.

Ulmer Klinikpfarrerin: Besuche machen schneller gesund

Es ist meist eine Bereicherung, wenn Familien oder auch Kinder und Enkel ihre kranken Verwandten besuchen, betont Pfarrerin Christa Leidig, Seelsorgerin an der Ulmer Uniklinik. Nur für wenige Patientinnen und Patienten könnten mehr Besuche auch belastend sein, wie etwa für Krebskranke in einer Chemotherapie. Für die meisten aber wirken sich mehr Besuche nach Ansicht der evangelischen Klinikpfarrerin wohltuend aus, weil sie "auch psychisch und sozial eine große Unterstützung für den Genesungsprozess sind".

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