Positive Resonanz in den Schulen der Region

Lernbrücken in Ulm und im Kreis Heidenheim gestartet: Gemeinsam gegen die Corona-Lernlücken

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Katja Stolle-Kranz

In vielen Schulen der Region haben die sogenannten Lernbrücken begonnen. Zwei Wochen vor Ende der Sommerferien sollen hier nicht nur die durch Corona entstandenen Rückstände nachgeholt werden.

So haben sich auch in Ulm am Montag Schüler und Lehrer getroffen, um bis zum Ferienende gemeinsam Defizite des häufigen Distanzunterrichts nachzuholen. Es soll aber nicht nur streng gepaukt werden. Vielmehr wolle man den Schülern die Möglichkeit für einen guten Schulstart geben, wenn es im September wieder losgeht. Vor allem sei das Gemeinschaftserlebnis nach den vergangenen Wochen der Kontaktbeschränkungen jetzt wichtig, so der Ulmer Schuldirektor Stefan Schlögel von der Albrecht Berblinger-Gemeinschaftsschule.

Soziale Kompetenzen stärken

Es gehe darum, den Kindern den Rücken zu stärken, die während des Lockdowns nicht so viel Hilfe hatten und sich danach schwer getan haben, zu anderen Kontakt aufzunehmen. "Bei uns kann man jetzt sicher eine Menge aufholen. Kinder genießen es unheimlich, wenn da ein Lehrer ist, der Zeit hat, sich um sie zu kümmern", so Schlögel.

Öffnen Schulen im Alb-Donau-Kreis und Ostalbkreis? Schüler mit Maske sitzt am Schreibtisch in Schule (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg)
Freiwillig das aufholen, was im Distanzunterricht auf der Strecke blieb - das nehmen viele gerne an(Symbolbild). picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg

Lernbrücke - zusammen geht's leichter

Laut Staatlichem Schulamt Biberach machen in den Kreisen Alb-Donau, Biberach und dem Stadtkreis Ulm insgesamt 90 Schulen mit, die Gymnasien und Berufsschulen nicht eingerechnet. Damit drücken bereits hier rund 2.300 Lernende die Schulbank in den Ferien, darunter allein 1.200 Grundschulkinder. Knapp 1.100 Schüler und Schülerinnen kommen aus den höheren Klassenstufen bis Klasse zehn: "Wir sind überrascht und freuen uns, dass die Bemühungen von fast 300 Lehrern in unserem Zuständigkeitsbereich greifen", sagt Katja Kleiner, stellvertretende Amtsleiterin gegenüber dem SWR. Laut Regierungspräsidium Tübingen beteiligen sich in den genannten Kreisen zudem noch 14 Gymnasien.

Auch in den Kreisen Heidenheim und Ostalb

Ebenfalls im Kreis Heidenheim, im Ostalbkreis und im Kreis Göppingen nehmen Lernende das Angebot der Ferienschule an. 1.550 Schüler unterschiedlicher Altersstufen seien hier eifrig mit dabei, um in meist jahrgangsgemischten Gruppen gemeinschaftlich zu lernen, heißt es vom zuständigen Staatlichen Schulamt Göppingen. Meist werde drei bis vier Stunden gelernt, aber auch Spiele und Sport seien wichtig.

Parallel haben am Montag auch vielerorts zusätzlich die sogenannten Sommerschulen begonnen. Meist als ganztägiges Angebot mit Projektarbeit für Schüler mit speziellem Förderbedarf.

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