Stein-Löwen vor dem Gebäude des Landgerichts in Ulm: Ein Mann steht wegen versuchten Mordes in einer Asylunterkunft in Dietenheimt (Alb-Donau-Kreis) vor dem Landgericht Ulm. (Foto: SWR)

Opfer starb mit fünf Promille Alkohol im Blut

Leichenfund in Amstetten: Angeklagter schweigt zum Prozessauftakt am Ulmer Landgericht

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Er soll sein Opfer auf einem Acker bei Amstetten (Alb-Donau-Kreis) abgelegt haben. Zum Prozessauftakt am Freitag vor dem Landgericht Ulm hat der Angeklagte geschwiegen.

Der Verteidiger des Mannes kündigte am Freitagvormittag an, dass der 30-Jährige keine Angaben zur Sache machen werde. Im Laufe des Vormittags sind Zeugen vernommen worden, darunter Polizeibeamte und Sachverständige.

Zum Auftakt des Prozesses am Landgericht Ulm hat der Angeklagte geschwiegen. (Foto: SWR, Walter)
Zum Auftakt des Prozesses am Landgericht Ulm hat der Angeklagte geschwiegen. Walter

Laut Anklage hat der damals 29-Jährige im Dezember vergangenen Jahres seinen alkoholkranken Bekannten zunächst durch Alkohol wehrlos gemacht und anschließend vergewaltigt. Obwohl der 35-jährige Mann dadurch schwer verletzt und bewusstlos war, habe der Angeklagte keinen Notarzt gerufen.

Das Opfer habe sich übergeben und sei an seinem Erbrochenen erstickt. Der 35-Jährige soll mehr als fünf Promille Alkohol im Blut gehabt haben. Laut Staatsanwaltschaft hat der mutmaßliche Täter die Leiche dann in sein Auto geladen und auf einem Acker bei Amstetten abgelegt. Ein Landwirt fand den Leichnam laut Polizei am nächsten Morgen.

Polizeibeamte auf einem Feld: Am Donnerstag wurde der Fundort einer Leiche bei Amstetten erneut auf Spuren hin untersucht (Foto: SWR)
Die Polizei hatte nach dem Fund der Leiche das Feld in Amstetten mehrfach durchsucht.

Obduktion: Opfer wurde misshandelt

Danach habe sich der Angeklagte nach Portugal abgesetzt, wurde jedoch eine Woche später festgenommen und ausgeliefert. Der 30-Jährige hat bislang zur Tat geschwiegen. Eine Obduktion hat ergeben, dass das 35-jährige Opfer vergewaltigt worden ist.

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