Lange Schlange für Corona-Impfungen in Ulm

Keine Besuche in den Ostalbkliniken, Impftermin-Vergabe im Kreis Neu-Ulm

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Die Nachfrage nach Corona-Impfungen steigt so sehr, dass im Kreis Neu-Ulm wieder Termine vergeben werden. Auch in anderen Kreisen gibt es mehr Auflagen und Beschränkungen.

Die Impftermine im Blautal-Center in Ulm waren am Samstag schnell vergeben, am Sonntag stand eine lange Schlange Impfwilliger vor dem Stadthaus neben dem Ulmer Münster. Die Nachfrage nach Impfungen steigt deutlich, auch im Kreis Neu-Ulm. Hier gibt es noch ein zentrales Impfzentrum in Weißenhorn. Dort werden ab Montagmittag wieder Impftermine vergeben.

Impfwillige standen am Sonntagvormittag vor dem Stadthaus in Ulm an. (Foto: SWR, Isabella Hafner)
Impfwillige standen am Sonntagvormittag vor dem Stadthaus in Ulm an. Isabella Hafner

Weil Auffrischungsimpfungen seit vergangener Woche für deutlich mehr Menschen möglich sind und die Beschränkungen für Ungeimpfte zunehmen, sei die Nachfrage derzeit nicht immer sofort zu bedienen, so eine Sprecherin des Landkreises Neu-Ulm am Sonntag. Um Warteschlangen zu verhindern, können Impfwillige auf der Seite des Landkreises Termine buchen. Das ist auch telefonisch unter 07309 - 9279250 möglich.

Ostalbkreis: Keine Besucher in Kliniken, Ausgangssperre für Ungeimpfte

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen ist im Ostalbkreis besonders deutlich gestiegen. Mit über 700 war die Inzidenz am Wochenende landesweit am höchsten. Schon am Samstag kündigte das Sozialministerium an, dass es zu Ausgangssperren für nicht geimpfte Bürger in drei Landkreisen kommt. Im Kreis Biberach beginnt die Sperre in der Nacht von Sonntag auf Montag, und zudem ist der Schwarzwald-Baar-Kreis betroffen.

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Das Landratsamt im Ostalbkreis veröffentlichte am Sonntag die Allgemeinverfügung mit den neuen Regeln. Ausgangssperren und weitere Zugangsbeschränkungen für nicht Geimpfte sind darin zu finden. Landrat Joachim Bläse (CDU) betonte zudem, dass es dabei womöglich nicht bleibt. Entwickeln sich die Zahlen so weiter, könne er "zusätzliche Schutzmaßnahmen auch für Geimpfte und Genesene" nicht ausschließen.

Appell des Landrats: Kontakte freiwillig reduzieren

Der Landrat appelliert an alle Ungeimpften sich impfen zu lassen. Alle Bürgerinnen und Bürger rät er, ihre Kontakte freiwillig zu reduzieren und sich vor Treffen zu testen. Entweder zu Hause oder an einer der 100 Teststationen im Landkreis.

Ärzte in Ulm und Neu-Ulm kritisieren Vorstoß Spahns zu BioNTech

Unterdessen reißt die Kritik am Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht ab, die Liefermengen für BioNTech an Arztpraxen zu begrenzen. So soll verhindert werden, dass Impfdosen von Moderna verfallen. So einfach sei es nicht, umzudisponieren, hieß es vom Ärztlichen Lagezentrum des Alb-Donau-Kreises und der Stadt Ulm.

"Dies bringt das gesamte Impfen bei den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen durcheinander und frustriert nur noch."

Man hoffe, dass diese Entscheidung kommende Woche noch verändert wird, hieß es vom Ärztlichen Lagezentrum des Alb-Donau-Kreises und der Stadt Ulm. Es seien aber, bleibe es bei der Entscheidung, erst Impftermine ab dem 29. November betroffen. Die Lieferungen an die Arztpraxen für die kommende Woche bleiben demnach wie geplant.

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