Weiter steigende Infektionszahlen

Ausgangssperre für Ungeimpfte jetzt auch in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis

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Die Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte gelten ab Donnerstagabend auch in Ulm, dem Alb-Donau-Kreis und dem Kreis Heidenheim. Damit sind vier Landkreise in der Region Donau-Iller und Ostwürttemberg betroffen.

Seit Mittwochnachmittag steht fest: Auch in Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Kreis Heidenheim dürfen Ungeimpfte ihre Wohnung oder Unterkunft zwischen 21 und 5 Uhr nur noch aus triftigen Gründen verlassen, dazu gehören der Weg von und zur Arbeit, ein Arztbesuch oder die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Heidenheim in der Innenstadt. (Foto: onw-images.de/Markus Brandhuber )
Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Heidenheim in der Innenstadt. Sie sollen die Verordnung der Landesregierung gegen das Coronavirus umsetzen. onw-images.de/Markus Brandhuber

Die Verantwortlichen im Ulmer Landratsamt stellten am Mittwoch fest, dass der Schwellenwert an zwei aufeinander folgenden Tagen 500 je 100.000 Einwohner überschritten hatte. Deshalb tritt nun laut Behörde die Alarmstufe II in Kraft. Das bedeutet weitere Einschränkungen, ebenso im Kreis Heidenheim. Die Ausgangssperre beginnt den Landratsämtern zufolge am Donnerstag, dem 25. November 2021, um 21 Uhr.

Ausgangssperren bestehen auch im Ostalbkreis und Kreis Biberach

Im Kreis Biberach und im Ostalbkreis gibt es bereits seit einigen Tag Ausgangsbeschränkungen. In beiden Landkreisen dürfen Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, seit dem Wochenende beziehungsweise seit Anfang der Woche ihre Häuser und Wohnungen zwischen 21 und 5 Uhr nicht mehr verlassen. Ausnahmen sind insbesondere Arztbesuche, Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger oder der Weg zum Arbeitsplatz.

Leere Innenstadt in Schwäbisch Gmünd (Foto: onw images, Marius Bulling)
Im Ostalbkreis besteht eine Ausgangssperre schon seit einigen Tagen. Entsprechend leer sind die Innenstädte, wie hier in Schwäbisch Gmünd. onw images, Marius Bulling

Bayern plant derzeit keine Ausgangsbeschränkungen

Im Gegensatz zu Baden-Württemberg plant Bayern derzeit keine Ausgangsbeschränkungen. Laut Informationen der Landratsämter in Dillingen, Günzburg und Neu-Ulm gibt es dafür keine Rechtsgrundlage.

"Ausgangssperren sind nicht verhältnismäßig."

In Bayern gebe es lediglich eine Sperrstunde in der Gastronomie zwischen 22 und 5 Uhr. Die gelte allerdings für alle, nicht nur für Ungeimpfte. Dafür wird in Bayern ab einer Inzidenz von über 1.000 ein regionaler Lockdown verfügt, bei dem das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren wird. Auch der gelte für alle.

Strengere Regeln bei höherer Inzidenz

Sollten die Corona-Infektionszahlen trotz der Ausgangssperren und weiterer Zugangssperren für Nichtimmunisierte nicht deutlich zurückgehen, behält sich die baden-württembergische Landesregierung strengere Maßnahmen vor. Diese würden dann auch für Geimpfte gelten, beispielsweise könnten die Besucherzahlen bei Veranstaltungen begrenzt werden. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte sich in den vergangenen Tagen für eine Impfpflicht ausgesprochen.

Mehr dazu im SWR

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