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Der diesjährige Landesposaunentag musste in relativ kleinem Rahmen stattfinden. Statt tausender Bläserinnen und Bläser gab es viele kleine Konzerte in den Gemeinden und aufmunternde Worte des Landesbischofs.

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Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, hat am Sonntag bei einem Fernsehgottesdienst zum "Posaunentag im Land" dazu aufgerufen, trotz Angst und Zweifel das Vertrauen auf Gott zu setzen. "Aus Vertrauen wächst Hoffnung, Verbindung und Zukunft", sagte July am Sonntag beim Gottesdienst im Ulmer Münster.

"Die letzten Monate haben uns vor Augen geführt, wie wenig wir unser Leben in der Hand haben", sagte zudem Cornelius Kuttler, der Leiter des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW), mit Verweis auf die Corona-Pandemie. Der Gottesdienst wurde live auf bibelTV und über YouTube übertragen.

Liveübertragung des Fernsehgottesdienstes zum "Posaunentag" aus dem Ulmer Münster. (Foto: SWR, Hannah Schulze)
Liveübertragung des Fernsehgottesdienstes zum "Posaunentag" aus dem Ulmer Münster. Hannah Schulze

Viele kleine Konzerte vor Ort und im Internet

Ursprünglich war an diesem Wochenende in Ulm der traditionelle Landesposaunentag des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) mit über 6.000 Bläserinnen und Bläsern und 5.000 Besucherinnen und Besuchern geplant. Da aber Großveranstaltungen dieser Art aufgrund der Corona-Pandemie noch immer nicht möglich sind, hatte das EJW die rund 680 Posaunenchöre in Württemberg eingeladen, in ihren jeweiligen Gemeinden zu feiern.

Einige Kirchengemeinden haben sich mit Freiluftveranstaltungen und Gottesdiensten daran beteiligt, beispielsweise in Bad Schussenried, Blaubeuren, Deckenpfronn, Heubach, Kilchberg, Roßwag und Wannweil.

"Gloria" auf dem Münsterplatz

Andreas Lämmle, der Vorsitzende des EJW, erinnerte in seinem Grußwort daran, dass normalerweise bei der Schlussfeier am Ende des Landesposaunentags auf dem Ulmer Münsterplatz das "Gloria" erklingt, immer als Bekenntnis im Anblick der Trümmer im Jahr 1946 beim ersten Landesposaunentag nach dem Zweiten Weltkrieg. Philipp Nicolai schrieb diesen Choral im Jahr 1597 inmitten der Pest-Epidemie. In einer spontanen Aktion hat der Schwäbische Posaunendienst nach dem Fernsehgottesdienst in kleiner Besetzung doch noch die Choräle "Gloria" und "Nun danket alle Gott" auf dem Münsterplatz zum Klingen gebracht.

Ulm

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