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Die Fundstätten der Kelten in Baden-Württemberg sollen besser präsentiert werden. Deswegen hat das Land eine millionenschwere Förderung aufgelegt - unter anderem für den Ipf in Bopfingen.

Das Land will nach eigenen Angaben in den nächsten Jahren insgesamt zehn Millionen Euro in eine Keltenkonzeption investieren. Drei Millionen Euro davon teilen sich die drei zentralen Keltenstätten: der Fürstensitz auf dem Ipf in Bopfingen (Ostalbkreis) mit seinen keltischen Befestigungsanlagen, der Heidengraben an der Kreisgrenze zwischen Reutlingen und Esslingen und das Keltenmuseum Hochdorf bei Ludwigsburg.

Schon heute gibt am Ipf einen Keltenweg, mit der Landesförderung sollen die Nachbauten keltischer Gebäude saniert werden, außerdem sind ein Besucherzentrum und digitale Angebote geplant.  (Foto: Imago, imago images/McPHOTO)
Schon heute es gibt am Ipf einen Keltenweg, mit der Landesförderung sollen die Nachbauten keltischer Gebäude saniert werden, außerdem sind ein Besucherzentrum und digitale Angebote geplant. (Archivbild) Imago imago images/McPHOTO

"Das spannende keltische Erbe kann nicht nur an einigen zentralen Fundstätten und Museen studiert werden, sondern prägt flächenübergreifend das ganze Land"

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne)

Außerdem stehen die Heuneburg bei Sigmaringen als einer der bedeutendsten keltischen Fundplätze Europas und das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart auf der Förderliste. Das keltische Erbe präge flächenübergreifend das ganze Land, heißt es in der Mitteilung des Wissenschaftsministeriums.

Nachbauten keltischer Gebäude sollen saniert werden

Der Berg Ipf bei Bopfingen (Ostalbkreis) gilt als frühkeltischer Fürstensitz. Darauf lassen Entdeckungen der Luftbildarchäologie und Ausgrabungen in der Umgebung des Berges schließen. Die Nachbauten keltischer Gebäude auf dem Ipf sollen jetzt mit dem Geld des Landes saniert werden. Außerdem sind ein Besucherzentrum und digitale Angebote geplant.

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