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Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser von Ostwürttemberg bis Oberschwaben ist die Zahl der Covid-19-Patienten bislang nicht stark gestiegen. Auf höhere Fallzahlen sind die Kliniken vorbereitet.

Die meisten Corona-Intensiv-Patienten in der Region werden an der Uni-Klinikum Ulm versorgt: derzeit (Stand: 24.3.2021) sind es neun Patienten im Alter von 36 bis 81 Jahren. Drei von ihnen müssen beamtet werden, teilte die Universitätsklinik auf SWR-Anfrage mit. Am Ostalbklinikum mit den Standorten Aalen, Mutlangen und Ellwangen sind derzeit sechs Intensivbetten durch Covid-Patienten belegt. Noch sei die Lage "relativ entspannt", so ein Sprecher.

Die Intensivstation der Universitätsklinik Ulm (Foto: Universitätsklinik Ulm / Pressetelle)
Die Intensivstation der Universitätsklinik Ulm Universitätsklinik Ulm / Pressetelle

Geringe Fallzahlen von Heidenheim bis Ehingen

Am Klinikum Heidenheim werden momentan drei Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut, in den Krankenhäusern der Kreise Donau-Ries und Dillingen jeweils zwei Corona-Erkrankte, in den Kliniken des Alb-Donau-Kreises und des Kreises Günzburg jeweils ein Covid-19-Patient. In den Stiftungskliniken Weißenhorn und Neu-Ulm gibt es derzeit keine Corona-Patienten.

Noch gibt es freie Kapazitäten

Das heißt: Es gibt noch freie Kapazitäten - mit einer Ausnahme. Im Kreis Biberach sind aktuell keine Intensivbetten mehr frei. Das liegt jedoch nicht an vielen schweren Covid-19-Fällen. Aktuell gibt es hier drei. Die insgesamt 14 Intensivbetten sind vor allem durch "normale" Patienten belegt, die eine Operation hinter sich haben.

Kliniken sind auf steigende Zahl von Corona-Intensiv-Patienten vorbereitet

"Nach einer Phase der Stagnation der Fallzahlen in der zweiten Februarhälfte ist die Zahl der Intensivpatient*innen wieder angestiegen", schreibt die Uni-Klinik Ulm. Mit zunehmender Verbreitung der britischen Virusvariante habe auch die Verbreitungsgeschwindigkeit der Infektionen um 60 Prozent zugenommen. Dadurch könnte auch die Schwere der Erkrankungen und so die Zahl der Intensivpatient*innen steigen, heißt es. Die Beschäftigten seien in allen Bereichen darauf vorbereitet, wieder steigende Fallzahlen zu versorgen.

Kliniken können Intensiv-Kapazitäten erweitern

Auch andere Kliniken sind gewappnet. Am Klinikum Heidenheim z.B. gibt es nach den Erfahrungen vom letzten Jahr einen "Eskalations-Plan", um schnell zusätzliche Intensivbetten und auch Pflegepersonal zur Verfügung zu stellen, so eine Sprecherin. In Heidenheim wurde dafür im vergangenen Jahr das Bettenhaus C freigehalten. Auch in den Stiftungskliniken in Weißenhorn und Neu-Ulm oder den Alb-Donau-Kliniken in Ehingen und Blaubeuren könne bei Bedarf zusätzlicher Platz geschaffen werden. Voraussetzung wäre aber, dass planbare Operationen anderer Patienten wieder verschoben werden, so wie im vergangenen Jahr.

Personal-Bedarf ist der Knackpunkt

Entscheidend für mögliche Kapazitätserweiterungen sei jedoch, wie viel Pflegepersonal zur Verfügung stehe. Die Intensivstationen bräuchten speziell ausgebildete Fachkräfte und die seien überall knapp. Es reiche eben nicht, zusätzliche Beatmungsgeräte aufzustellen, meint ein Sprecher des Ostalbklinikums in Aalen.

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