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Nach Angaben der Polizei sind die Anti-Corona-Kundgebungen und auch die Gegendemo am Samstag "weitgehend ungestört" verlaufen. Allerdings gibt es Anzeigen wegen Beleidigung der Beamten.

Kritischen Situationen sei die Polizei schon im Entstehen entschlossen gegenüber getreten, heißt es im Polizeibericht. Dabei hätten sich die Anti-Konflikt-Teams der Polizei bewährt. So konnten in der Wengengasse Personen abgedrängt werden, die versucht hatten, den Umzug der Anti-Corona-Protestanten zu blockieren. Einige hätten dabei Polizisten beleidigt. Außerdem stellten die Beamten mehrere Personen fest, die gegen das Vermummungsverbot verstoßen haben. Sie müssen nun mit Anzeigen rechnen.

Zwei Männer vorübergehend festgenommen

Weil die Polizei von zwei Personen die Identität nicht feststellen konnte, mussten sie auf die Dienststelle gebracht werden. Nachdem die Personalien feststanden, kamen die Männer wieder auf freien Fuß. Insgesamt war die Polizei mit mehr als hundert Beamten und einer Reiterstaffel im Einsatz.

Verstoß gegen Corona-Auflagen

Zusammen mit dem Ordnungsamt der Stadt kontrollierte die Polizei auch, ob bei der Kundgebung die Corona-Auflagen eingehalten wurden. Dazu gehörte unter anderem das Tragen einer Mund-Nasen-Maske. Die Polizei schritt in einigen Fällen ein und sprach Platzverweise aus.

Protest gegen Lockdown-Maßnahmen

Rund 1.000 Menschen hatten sich am Samstag nach einem Protestmarsch durch die Innenstadt auf dem Münsterplatz versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen von Bund und Land zu demonstrieren.

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Die Demonstrierenden machten mit Transparenten, Megafonen und Trillerpfeifen auf sich aufmerksam. Mehrere Redner traten auf, darunter auch Geschäftsleute. Sie forderten mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung bei der Corona-Pandemie statt Bevormundung durch die Politik. Die Organisation "Klardenken Schwaben" hatte zu der Demonstration aufgerufen.

Die Polizei trennte die Protestierenden von einer Gruppe Gegendemonstranten.  (Foto: SWR)
Die Polizei trennte die Protestierenden von einer Gruppe Gegendemonstranten.

Grüne Jugend organisiert Gegendemo

Die Grüne Jugend und die DGB-Jugend hatten zusammen mit anderen Gruppen zu einer Gegendemo aufgerufen - unter dem Slogan: "Zusammenhalt und Solidarität in der Krise". Daran beteiligten sich rund 100 Menschen. Die Polizei trennte beide Kundgebungsgruppe, um eine Eskalation zu vermeiden.

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