Fridays for Future-Aktion in Ulm

Fahrraddemo und Klimacamp vor dem Ulmer Münster

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Rund 200 Radler haben sich am Freitag in Ulm an einer Demo für den Klimaschutz beteiligt. Aktivisten der Fridays for Future-Bewegung hatten zuvor ein Zeltlager auf dem Münsterplatz errichtet.

Die Aktivisten hatten ein 24-Stunden-Camp angekündigt. Kurz nach Mitternacht am Samstag brachen sie dann wegenn der eisigen Kälte die Zelte ab.

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Trotz Schneeregens waren am Freitag um 15 Uhr Radler zu einer Tour durch die Innenstadt gestartet, um für eine fahrradfreundliche Stadt und konsequenten Klimaschutz zu werben. Schon früh am Morgen, um 5 Uhr, hatten die Organisatoren von Fridays for Future auf dem Münsterplatz ein Zeltlager aufgebaut. Zu den Forderungen der Umweltaktivisten an die Stadt Ulm gehören unter anderem der Ausruf des Klimanotstands und ein offener Austausch über geplante Kohlendioxid-Emissionen.

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Kommunalpolitiker informierten sich über die Protestaktion

Tim von Winning, als Baubürgermeister in Ulm auch für das Dezernat Umwelt zuständig, informierte sich zusammen mit der Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger (CSU) und weiteren Kommunalpolitikern am Mittag im Klimacamp über die Anliegen der Aktivisten. Von Winning sieht Ulm beim Klimaschutz auf einem guten Weg. So soll unter anderem bis 2030 in der Stadt der Anteil erneuerbarer Energien aus Photovoltaikanlagen verdoppelt werden. Auch das Radwegenetz werde ausgebaut.

Corona-Spritze für die Ältesten: Im Impfzentrum in Schwäbisch Gmünd wurden sechs über-hunderjährige Frauen geimpft. Ältester Mann war Kurt Kingerter (99) aus Rehnenhof (18.3.). (Foto: SWR)
Zeltlager für den Umweltschutz: Das Klimacamp auf dem Ulmer Münsterplatz.

In 1 Tag ist es soweit: die nächste globale Demo! #NoMoreEmptyPromises ⁠ In Ulm machen wir eine 24 Stunden Aktion, Höhepunkt ist die Fahrraddemo um 15 Uhr, Beginn am Münsterplatz.⁠ ⁠Alle unsere Aktionen am 19.3. habt ihr nochmal hier in einem Post Wir freuen uns auf euch!⁠ https://t.co/qLxSVvGRxt

Umweltaktivisten: Erfolgreiche Aktion

Die Ulmer Fridays for Future -Aktivisten zogen schon zur Halbzeit ihres Globalen Streiktags eine positive Bilanz. Laut Mitorganisatorin Viktoria Bläsi sei es gelungen, viele Menschen zu erreichen und mit den Kommunalpolitikern ins Gespräch zu kommen. Das Camp auf dem Ulmer Münsterplatz soll 24 Stunden stehen bleiben. Schon im vergangenen Jahr hatten die Aktivisten wochenlang auf dem UImer Marktplatz ein Klimacamp errichtet. Im Oktober wurde die Aktion erfolglos abgebrochen.

SOS für die Erde: Ulmer Akivisten werben für mehr Klimaschutz. (Foto: SWR, Walter Notz)
SOS für die Erde: Ulmer Akivisten werben für mehr Klimaschutz. Walter Notz

Aktionen in vielen Städten

Auch in vielen anderen Städten in Baden-Württemberg gab es ähnliche Aktionen, unter anderem in Stuttgart, Karlsruhe, Friedrichshafen, Albstadt und Singen. Unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln fanden in ganz Deutschland Präsenz-Aktionen in mehr als 210 Städten statt. Die von jungen Leuten ins Leben gerufene Bewegung kämpft seit ihrer Gründung im Sommer 2018 gegen die Auswirkungen des Klimawandels.

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