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Die katholische Frauenbewegung "Maria 2.0" in Ulm und die Suso-Gemeinde beteiligen sich an einem Protest gegen den Vatikan. Die Kirchenleitung in Rom hatte jüngst die Segnung homosexueller Paare erneut abgelehnt.

Regenbogenfahne hängt am Eingang an der Kirche St. Klara am Eseslberg in Ulm (Foto: Monika Heinrich)
Auch die Kirche St. Klara in Ulm beteiligt sich an der Protestaktion Monika Heinrich

Regenbogenfahnen an Kirchen in Ulm sollen die Position der katholischen Frauenbewegung "Maria 2.0" verdeutlichen: Keine Instanz dürfe die Segnung verwehren, heißt es in einer Mitteilung der Fraueninitiative in Ulm.

"Glaubwürdigkeit der Kirche in Gefahr"

Die Initiative unterstützt ausdrücklich die Stellungnahme des Diözesan- und Priesterrates Rottenburg-Stuttgart zur Ablehnung aus Rom. Darin heißt es: "Wir sind bestürzt und betroffen (…) und können nicht akzeptieren, dass eine Segnung von Beziehungen homosexueller Menschen den Plänen Gottes widerspricht."

Die Kirche laufe Gefahr, ihre Glaubwürdigkeit weiter zu verlieren. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner fordern, die kirchliche Lehre in dieser entscheidenden Frage zu ändern und Liebe in ihren vielfältigen Ausdrucksformen anzuerkennen.

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