Ein rotes Gebäude an einer stark befahrenen Kreuzung (Foto: z-media, Ralf Zwiebler (Archivbild))

Kinofest am Wochenende

Dietrich-Theater in Neu-Ulm: Kino zwischen Corona und Energiekrise

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Mit einem Kinofest sollen in ganz Deutschland wieder Zuschauer vor die Leinwand gelockt werden. Das Dietrich-Theater in Neu-Ulm macht mit. Geschäftsführer Roman Sailer über die Herausforderungen.

Am Samstag und Sonntag nimmt das Dietrich-Theater in Neu-Ulm am deutschlandweiten Kinofest teil. Fünf Euro für jede Vorstellung, mit Filmen für jeden Geschmack und auch einigen Sondervorstellungen, wirbt Geschäftsführer Roman Sailer für das Aktionswochenende.

"Wenn das Wetter nicht ganz so superheiß gewesen wäre, hätten wir annähernd im August den Besuch geschafft, den wir auch 2019, also vor Corona, hatten."

Ein heißes Angebot nach einem heißen Sommer, in dem fast die Besucherzahlen von 2019 erreicht worden wären - wäre das Wetter nicht so gut gewesen. Die Leute seien nach Corona durchaus wieder ins Kino gekommen, so Sailer, vor allem in Baden-Württemberg und Bayern. Doch die Pandemie habe das Besuchsverhalten auch der Stammgäste verändert.

Dennoch betont der Geschäftsführer, dass das Kinofest eine Idee aus Vor-Corona-Zeiten ist. Das erste Fest sei ursprünglich für 2020 geplant gewesen.

Nun droht den Kinos die Energiekrise

Fünf Euro sei auch deshalb ein gutes Angebot, weil manches Ticket regulär inzwischen durchaus mehr als 15 Euro kosten kann. Denn das Dietrich-Theater habe teure Features verbaut. "Zum Beispiel, wenn man Filme in Dolby-Atmos anschaut, also dieses besonders aufwendige Tonsystem. In drei Sälen haben wir Liegesessel, die sich elektrisch verstellen lassen." Doch das führe zum nächsten Thema: Der Energiekrise.

Einiges spricht dafür, das Kinotickets teurer werden könnten

Energie sei ganz klar ein großer Teil der Kosten, so Roman Sailer. Vieles spreche dafür, dass die Kinotickets teurer werden könnten. Doch aktuell sei man im Dietrich-Theater noch nicht soweit, die Preise anzuheben.

"Das bedeutet aber nicht, dass wir, wenn die Entwicklung so weitergeht, nicht natürlich die Preise anschauen müssen."

Man fange aber beim Thema Energiesparen nicht erst heute an, zu handeln, so Sailer. So habe man mit Blick auf die klimatisierten Säle die Lüftungsanlage so erneuert, dass eines der drei Klimageräte auf dem Dach des Theaters in diesem Sommer nicht mehr zugeschaltet werden musste: "Diesen Weg werden wir auch weiter beschreiten."

Baden-Württemberg

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