Kies wird aus der Donau in Ulm gebaggert (Foto: SWR, Felix Budde)

Hochwasserschutzaktion der Stadtwerke

Wieso 45.000 Tonnen Kies aus der Donau in Ulm gebaggert werden

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Zurzeit werden rund 45.000 Tonnen Kies zwischen Ulm und Neu-Ulm aus der Donau gebaggert. Dabei geht es vor allem um Schutz und Sicherheit.

Bei der Aktion geht es nach Angaben der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) vor allem um den Hochwasserschutz. Andernfalls würde es "die Hochwassergefahr enorm steigern, weil der Kies immer höher wird und die Donau irgendwann ausufern würde", so Wolfgang Dürr von den Stadtwerken.

Seit der letzten Maßnahme vor zwei Jahren habe sich im Fluss - vor allem vor dem Neu-Ulmer Ufer beim Edwin Scharff-Haus - wieder viel Ballast angesammelt. Die Kiesbank sei auf rund 350 Meter Länge und 30 Meter Breite angewachsen.

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Wie die Kieselsteine in die Donau gelangen

Die Bagger graben bis zu drei Meter tief und holen die vielen Steine aus dem Fluss. Die 45.000 Tonnen Kies haben einen weiten Weg hinter sich gebracht. Insbesondere die Iller als Donauzufluss schwemmt aus dem Gebirge viel Kies an. Dieser muss regelmäßig beseitigt werden, um Überschwemmungen zu vermeiden und die Fließgeschwindigkeit der Donau zu erhalten.

Bis zu 2.000 Lkw-Ladungen Kies werden abtransportiert und als Baumaterial wieder verwendet. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember und kosten rund 170.000 Euro. Das Ausbaggern gehört zu den Unterhaltspflichten der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, die an der Böfinger Halde ein großes Wasserkraftwerk betreiben.

Ulm/Neu-Ulm

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