Interview mit Heiner Scheffold

Landrat des Alb-Donau-Kreises für vorsichtige Lockerungen im privaten Bereich

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Der Druck für Lockerungen wird größer: Bund und Länder müssen am Mittwoch darauf reagieren. Der Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heiner Scheffold (parteilos), spricht sich für langsame Schritte aus.

Heiner Scheffold ist seit 2016 Landrat des Alb-Donau-Kreises. Im SWR-Interview verrät er, was ihm wegen des Coronavirus in seinem Kreis derzeit Sorgen bereitet und in welchen Bereichen er zunächst keine Lockerungen sieht.

Herr Scheffold, was meinen Sie? Wie lange gehen wir noch in die Verlängerung des Lockdowns?

Ich gehe davon aus, dass einschränkende Maßnahmen noch eine ganze Zeit bleiben werden. Ich fände es gut, wenn wir im privaten Bereich noch restriktiv bleiben, weil es dort die meisten Infektionen gab. Vielleicht könnte man die Zahl der Personen, die zu einem Haushalt hinzutreten, von einer auf zwei erhöhen, aber sonst sollte man restriktiv bleiben. Dann sollten wir aber auch über gut abgestimmte Schnellteststrategien dazu kommen, dass wir Kinos, Theater, Gastronomie wieder sukzessive öffnen können.

Das heißt, Sie rechnen mit einer Verlängerung des Lockdowns bis nach Ostern?

Ich möchte da keine Zeit angeben. Ich sehe nur, wir haben immer mehr Infektionen mit Mutanten des Virus im Alb-Donau-Kreis und in der Region. Und deshalb sind wir gut beraten, weiter restriktiv zu verfahren, damit wir nicht in die Situation kommen, noch einen dritten Lockdown zu haben.

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Wie schätzen Sie mögliche weitere Lockerungen in Schulen ein?

Der Schulunterricht hat ja den Präsenzbetrieb wieder aufgenommen. Auch ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, dass Schnelltests weitergeführt werden. Aus meiner Sicht sollte das auch noch mal intensiviert werden, dass es nach einer definierten Systematik geht und wir mehr positive Fälle erkennen und Ausbruchsgeschehen frühzeitig verhindern und darüber zumindest einen Wechselunterricht ermöglichen - das sollte in jedem Fall möglich sein, auch in den weiterführenden Klassen.

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